Montag, 13. Juni 2011

Gastrezension bei bibliophilin - Geschichte der Tränen


Liebe Bibliophilin, ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich mich noch bedanken soll, dass ich immer wieder zu Gast sein und schreiben darf! :)
http://www.bibliophilin.de/?p=6780

Geschichte der Tränen” von Alan Pauls




Ein einziger Satz kann bei Alan Pauls schon mal gut 18 Zeilen lang sein, sodass dem Leser die Augen tränen. Stilistisch ist diese Schreibtechnik der Geschichte natürlich dienlich. Der Erzähler, der außerhalb aller Ereignisse zu stehen scheint, aber dennoch Einblick in jegliches (innere) Geschehen hat, führt einen langen Monolog. Er spricht sozusagen das aus, wozu der vierjährige Protagonist des Romans noch nicht in der Lage ist. Bis zum Ende des Romans hat sich mir die eigentliche Thematik nicht erschlossen. Ich weiß nur eines: Ich habe mich durch diesen Roman gekämpft, bisweilen bis mir fast die Tränen kamen und ich versucht war, ihn beiseite zu legen. Insofern kann ich ihn denen empfehlen, die sich gerne willensstark durch Romane kämpfen. Mir persönlich hat hier eindeutig die Freude am Lesen gefehlt. Das muss der Qualität des Romans keinen Abbruch tun. Laut Klappentext soll es immerhin um eine „verstörende Episode“ der argentinischen Geschichte gehen; um lautes Politikgetöse und zarte private Töne. Das scheint mir beim Kämpfen einigermaßen entgangen zu sein. – Schade, denn der Titel und die Versprechungen des Buchrückens hatten mich sehr neugierig auf den Roman gemacht!
* * * * *
An dieser Stelle noch der Hinweis zum BÜCHERWUNSCHZETTELSOMMERWICHTELN bei bibliophilin.de - eine tolle Aktion, die Spaß macht und viele Teilnehmer sucht! www.bibliophilin.de/?p=6681

Kommentare:

  1. Du kannst Dich bedanken, indem Du weitere Bücher liest und rezensierst. Aber das haben wir eh schon abgemacht ;-)

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