Dienstag, 13. Januar 2015

In eigener Sache

vZvBZJqUPPZkKMwzGjZwnQ25 Likes fehlen noch auf meiner Facebookseite bis zur glorreichen Zahl 300! Lässt sich das irgendwie erreichen? Ich würde mich SEHR freuen! Und vielleicht lasse ich mich dann zu einem Gewinnspiel hinreißen... :)

Montag, 12. Januar 2015

Der Hannes und ich

Ja, der Hannes muss schon ein toller Typ gewesen sein. Motorradfan, guter Kumpel, einer zum Pferdestehlen. Und das mit gerade mal knapp 20 Jahren. Aber jetzt, jetzt liegt der Hannes im Koma. Und sein Umfeld zerbricht schier darüber. Für Uli, seinen besten Freund, gibt es nur einen Ausweg: Er setzt sich hin und schreibt dem Hannes Briefe. In denen steht, was er so erlebt, wie er so lebt, ohne ihn, und was so passiert, da ja das Leben weiter geht. 
Einen herzergreifenden Roman hat die wunderbare Rita Falk mit ihrem "Hannes" abgeliefert. Aber dennoch werden der Hannes und ich nicht warm miteinander. Und woran liegt das? An meiner Vorbelastung! Ich bin nämlich Fan der ersten Stunde von ihren Eberhofer-Krimis. Und die Erzählweise im Hannes ist doch sehr ähnlich - nicht weniger gut, aber durchaus ähnlich. Daher habe ich erst einige Kapitel dagegen gekämpft, den Eberhofer loszuwerden (ungern!). Auch erschienen mir die Protagonisten von ihrer Art her um Einiges älter zu sein, als sie tatsächlich waren. 
Wer also noch kein Fan vom Eberhofer Franz ist, der sollte es schleunigst werden - aber erst NACHDEM er den Hannes gelesen hat. Denn der Hannes hat es wirklich verdient!

Rita Falk

Hannes

ISBN 978-3-423-28001-3

Montag, 5. Januar 2015

10 Fragen in der Sisterhood of the World Bloggers

Meine liebe Freundin und Kollegin Eva-Maria Obermann hat mich, sozusagen als Neujahrschallenge, für den “Sisterhood of the World Bloggers” nominiert. Ich hatte davon noch nichts gehört, aber die Idee ist so schön, dass ich gerne mitmache.
Toll ist vor allem, dass auch andere Blogs verlinkt werden und ich nicht nur über mein Blog erzähle. :)
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Die Regeln:
1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen/ihren Blog. ( erledigt)
2. Poste das Logo auf deinem Blog. (siehe oben)
3. Beantworte die 10 Fragen, die dir gestellt wurden. (folgt)
4. Nominiere 10 Blogger und stelle 10 Fragen. (folgt)

Eva war gespannt, wer davon dem Ruf folgt und folgende 10 Fragen beantwortet, also ich beginne jetzt! :)
1. Wie kam den Blog zu seinem Namen? Gaaaanz furchtbar langweilig heißt mein Blog ja wie ich. Da gibt es leider keine spannende Geschichte, sondern eine pragmatische. Da ist selbst Bücher schreibe, wollte ich schnell gefunden werden. Früher hieß die Ur-Version einmal "The Marsielvis-Show". Das war angelehnt an den Satz aus "About a boy": "I was the star of The Will Show. And The Will Show wasn't an ensemble drama. Guests came and went, but I was the regular. It came down to me and me alone." Marsi war mein Schulspitzname und Elvis habe ich ergänzt, weil ich ihn nachwievor verehre.
2. Welche 5 Bücher sollte deiner Meinung nach jeder gelesen haben?
Goethes Faust und die WahlverwandtschaftenDas 2. Paradies von Hilde Domin, die Krimis von Rita Falk und Harry Potter! :) Aber die Liste ist eindeutig zu kurz. Ich habe versucht, von allem ein wenig zu finden.

3. Und welches Buch hättest du am liebsten gar nicht erst in die Hand genommen?
Ui, das ist schwer. Es gibt immer mal wieder das eine oder andere Buch, das mir nicht gefällt oder das mir zu sehr über den grünen Klee gelobt wird. Das einschneidenste Leseerlebnis hatte ich in meiner Kindheit. Ich wollte unbedingt "Der Wunschpunsch" haben, aber ich habe es nie fertig gelesen, weil ich es nicht leiden konnte.

4. Welches Buch konnte dich im letzten Jahr überraschen?
"Ein Jahr voller Wunder", "Der Ozean am Ende der Straße" und "Als Gott ein Kanninchen war" - Diese Bücher waren meine Lieblinge, wenn ich drei benennen darf.

5. Worüber schreibst du am liebsten?
Gefühle, Liebe, Einsamkeit, das Leben, Erinnerungen.

6. Welches war die letzte Buchverfilmung, die du im Kino gesehen hast?
"Die zwei Gesichter des Januars", habe ich sogar zweimal gesehen.

7. Wohin würdest du 2015 gerne verreisen?
Auch das ist eine schwere Frage. Ich verreise gerne in Gedanken.
Vielleicht mal an einen Ort, an dem ich noch nicht war, aber das würde die Liste hier sprengen. :)

8. Nenne mir die 5 wichtigsten Dinge auf deinem Schreibtisch neben deinem Copmuter.
Notizbuch I, Notizbuch II, Bleistift, Kaffeetasse, Handy

9. Mit welchem Autor würdest du gerne mal Kaffee trinken (oder auch Tee)?
Anthony McCarten und Goethe, gerne in dieser Kombination.

10. Was wirst du heute Abend noch machen?
Utopisch: Schreiben
Real: Unterricht vorbereiten

Ich nominiere:
Meine Fragen an Euch:
1. Warum sollte man überhaupt lesen?
2. Was erregt Deine absolute Abneigung?
3. Welches Buch sollte man jemandem schenken, in dem man verliebt ist?
4. Hast Du jemals aus einem Buch etwas gelernt?
5. Was tust Du am Morgen als Erstes? 
6. Welches Kleidungsstück kaufst Du am liebsten ein?
7. Wen würdest Du jetzt gerne grüßen? Warum?
8. Welches wäre die schlimmste Frage, die ich Dir hier stellen könnte?
9. Wann warst Du am glücklichsten? 
10. Was verstehst Du unter Glück?

Sonntag, 14. Dezember 2014

Zu Gast

Zu Gast war ich vor Weihnachten auf dem Blog meiner lieben Freundin Eva-Maria Obermann. Dort habe ich ein wenig über Weihnachten geplaudert. Das Gewinnspiel ist leider abgelaufen, aber nachlesen lohnt sich trotzdem! http://schreibtrieb.aeom.de/

DREIZEHNTER DEZEMBER: DAS WEIHNACHTLICHE INTERVIEW MIT MARISSA CONRADY

Marissa Conrady ist die Autorin zahlreicher Liebesromane wie Adam kam nie mehr mit dem Abend oder Lichtgestalten. Wie ich hat sie in Mannheim studiert und bring die Stadt am Rhein immer wieder in ihre Geschichten mit ein. Es freut mich besonders, dass sie Zeit gefunden hat, mir die Fragen für das weihnachtliche Interview zu beantworten. Lest nacht, wen sie bei ihren Weihnachtsvorbereitungen nicht vergessen darf und was Weihnachten mit ihren Geschichten zu tun hat.
Schreibtrieb: Überall Schokoladennikoläuse, gebastelte Weihnachtssterne und ein Kopf an Kopf Rennen zwischen „Last Christmas“ und „Jingle Bells“. Wie stehst du zu dem ganzen Weihnachtsrummel?
Marissa Conrady: Leider hat Weihnachten für mich im Lauf der Jahre an Bedeutung verloren. Die Weihnachtsstimmung ist irgendwie von Jahr zu Jahr schwerer aufzubringen. Das liegt sicherlich daran, dass viele Menschen, die mir etwas bedeuten, das Fest nicht mehr mit mir verbringen können. Je größer man wird, desto „unerschwinglicher“ werden ja auch die Wünsche: Statt einer Barbie wünscht man sich jetzt Dinge, die man nicht kaufen kann.
Ich träume aber nostalgisch immer noch von einem harmonischen Fest mit einer großen Familie, einem tollen Festessen und viel Liebe – so kitschig, wie man es aus den Filmen kennt.
Schreibtrieb: Und bei den ganzen Leckereien fällt es schon mal schwer, sich zurückzuhalten. Welches ist dein Lieblingsweihnachtsplätzchen?
Marissa Conrady: Klassisches Buttergebäck finde ich jedes Jahr toll – und wenn dann noch Zuckerguss drauf ist…
Schreibtrieb: Hast du denn ein Lieblingsweihnachtslied oder –gedicht, das dich so richtig in weihnachtliche Stimmung versetzten kann?
Marissa Conrady: Ich gestehe es: Ich mag „Last Christmas“. Jedes Jahr höre ich es gerne wieder. Aber „Have yourself a merry little Christmas“ ist unschlagbar. Das ist so wunderbar rührselig und melancholisch, finde ich.
Schreibtrieb: Wie verbringst du in der Regel den Heiligen Abend? Unter Freunden oder doch klassisch mit der Familie?
Marissa Conrady: Ganz klassisch: Mit meinen Eltern. Bescherung unterm Tannenbaum, Heinz Becker und Weihnachten bei Hoppenstedts gehören dazu. Und ein Geschenk für den Hund!
Schreibtrieb: Die Geschenke unter dem Baum stapeln sich und die Vorfreude wächst. Was wünschst du dir dieses Jahr besonders?
Marissa Conrady: Das ist eine schwierige Frage und vielleicht auch eine zu private. Wenn ich sage: Ich wünsche allen meinen Lieben Gesundheit und Glück, Zufriedenheit, usw. dann klingt das so abgedroschen. Obwohl ich es ihnen natürlich wünsche. Tatsächlich habe ich gar keine materiellen Wünsche…
Schreibtrieb: Und welches Buch (das nicht von dir ist) würdest du als Weihnachtsgeschenk empfehlen?
Marissa Conrady: Dieses Jahr kann ich sogar mehrere Bücher empfehlen: Ich habe mit großer Begeisterung Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman gelesen, aber verliebt habe ich mich in Als Gott ein Kaninchen war von Sarah Winman.
Schreibtrieb: Hat dich das Fest der Liebe denn auch schon einmal zu einem literarischen Erguss inspiriert?
Marissa Conrady: In allen meinen Romanen spielt Weihnachten eine Rolle. Weihnachtsmärkte tauchen immer wieder auf. Das ist so ein kleines Spiel mit mir selbst, in jedem Buch Weihnachten einzubauen – nicht zuletzt strukturiert es den Zeitverlauf. Da meine Figuren aber auch oft einsam oder alleine sind, macht gerade dieses Fest ihnen das umso schmerzlicher bewusst.
Schreibtrieb: Auf welches Buch von dir dürfen sich die Leser schon jetzt freuen, obwohl es erst im nächsten Jahr erscheint?
Marissa Conrady: Unter dem Arbeitstitel „Zuckermandeln“ geht mein Roman für 2015 gerade in die Endphase. Nach einem Sommerurlaub kommt Remy nicht wieder zurück zu seinem Alltag und den Menschen, die ihn lieben. Während nach und nach alle das akzeptieren, kann Malve das nicht. Sie muss Remy finden. Nicht zuletzt, weil sie wissen will, ob sie an ihrer Liebe zweifeln muss. Also macht sie sich auf die Reise, Remy zu finden.
PS – Allen Lesern und Freunden, Verwandten, Bekannten und Lieben – und natürlich Eva-Maria und ihrer Familie – ein schönes Weihnachtsfest und alles Liebe für 2015!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Auf Weihnachten einstimmen

IMG_20140821_170803Dieses Jahr hat die Vorweihnachtszeit schon Ende November begonnen. Um sich so zeitig einzustimmen, hat mich ein besonderes Buch durch die vergangenen Tage begleitet. Ein Buch, das sorgfältig gelesen werden muss, weil es ein Schatz ist. Ein herzerwärmender, kleiner literarischer Schatz. Auch Gabriele Wohmann meint:“Genial gemacht!”.
In "Dies soll euch ein Zeichen sein. Einstimmung auf Weihnachten" widmet sich Georg Magirius der Weihnachtsgeschichte. Aber nicht so, wie man sie allgemein kennt -wenn man sie überhaupt kennt. Liebevoll und ganz detailliert hat sich der Autor der IMG_20140821_170813Weihnachtserzählung nach Lukas gewidmet. Die Texte gehen an der Weihnachtsgeschichte entlang. Er zeigt daran wie unsere Sehnsüchte nach Heimat, Geborgenheit, Neubeginn, Wärme und Licht heute Erfüllung finden können. 
Die alte Überlieferung verbindet sich mit Gegenwärtigem. Da prosten sich Engel zu und feiern auf der Erde Feste. Hirten durchforsten leicht überfordert Möbelhäuser, ohne wirklich fündig zu werden. 
Und Baby Jesus? Gleich nach der Geburt erhält es vom Finanzamt einen Brief mit seiner Steuer-Identifikationsnummer. Doch nicht die Steuer-ID, sondern ein klassisches Zeichen weist schließlich den Weg zum Frieden: eine Windel.
Und das macht die Weihnachtsgeschichte noch schöner, noch verständlicher und greifbar - und es macht sie auf eine ganz ungewohnte Art modern. Gerade in unserer Zeit ist das für die Weihnachtsgeschichte ein großes Glück. Immer mehr nämlich droht sie in Vergessenheit zu geraten, immer weniger wird sie an Weihnachten noch (vor-)gelesen. Mit Magirius' Buch aber könnte eine neue Tradition eingeläutet werden: Lesen und Fragen - was hat das mit uns heute zu tun? Denn nur wer fragt und redet, der gerät nicht in Vergessenheit. 

Georg Magirius

Dies soll euch ein Zeichen sein

Einstimmung auf Weihnachten, Herder

ISBN 978-3-451-31261-8

Montag, 1. Dezember 2014

Advent, Advent

macx1Einen Adventskalender mag jeder - egal, wie alt man wird. Es gibt dieses Jahr gleich zwei, die ich empfehlen möchte. Ganz uneitel, meinen eigenenhttps://apps.facebook.com/your-advent-calendar/?calendar_id=154763577877910&route_calendar=1&c=1417465034 Aber dieses Jahr gibt es auch einen von meiner lieben Freundin und Autorenkollegin Eva-Maria Obermannhttp://schreibtrieb.aeom.de/Blog/ Es gibt Gewinnspiele und viele tolle Einfälle. Und ich bin auch dabei (und verlose etwas).
Eine schöne Adventszeit!

Freitag, 14. November 2014

Märchen von Heute

100_9252Märchen heute wird schon Einiges abverlangt: Sie müssen spannend sein, ein bisschen gruselig, unterhaltsam, magisch und sie sollen in Erinnerung bleiben; eben eine Geschichte, die man aus dem Gedächtnis wieder und weiter erzählen kann. Ach, das Märchen von heute hat es wirklich schwer. Ebenso schwer sind gute Märchen von heute zu finden. Wer nicht mehr lange suchen will, dem sei "Der Ozean am Ende der Straße" von Neil Gaiman mehr als nur ans Herz gelegt!
Der namenlose männliche Ich-Erzähler entführt den Leser sofort in sein Leben - in dem nichts ist, wie es scheint und alles doch so real ist. Am Ende der Straße, in der der Junge wohnt, steht der Hof der Hempstock-Frauen. Lettie, die nur wenig älter ist als er, behauptet, dass der kleine Teich am Ende des Weges ein Ozean sei. So recht kann oder will der Junge das nicht glauben, bis er sich mit Lettie auf den Weg macht - und damit das Böse, das Myteriöse - jedenfalls IRGENDWAS entfesselt, das seine Welt zu zerstören droht. 100_9253
Fesselnd erzählt Gaiman dieses Märchen, das uns, wie es gute alte Tradition ist, natürlich auch etwas lehrt: Dass Freunde für einen durch die Hölle gehen, dass alles so zerbrechlich ist, dass Kindheit etwas Unwiderbringliches ist - und, dass Magie immer noch überall ist.
"Eine Geschichte ist vermutlich nur dann von Bedeutung, wenn sich die Leute in ihrem Verlauf weiterentwickeln. Aber ich war sieben, als das passierte, und ich war hinterher der gleiche Mensch wie vorher. Und alle anderen auch. Menschen verändern sich nicht. Manche Dinge dagegen schon".

Neil Gaiman

Der Ozean am Ende der Straße, Eichborn

ISBN: 978-3-8479-0579-0