Dienstag, 23. Juli 2013

MĂ€rchen reloaded

Dieses MĂ€rchenbuch der besonderen Art kann ich als Germanistin nur empfehlen. NatĂŒrlich kennen wir alle die MĂ€rchen der BrĂŒder Grimm. Nun sind die meisten von uns dem MĂ€rchenalter leider entwachsen. Wer dennoch gerne mal wieder einen Blick in ein MĂ€rchenbuch werfen möchte, dem rate ich zu Frank Flötmanns Bilderbuch bzw. Comic "Grimms MĂ€rchen ohne Worte". 
Sechzehn MĂ€rchen haben dort Platz gefunden. Sie sind modernisiert und aktuell, teilweise pfiffig und frech. So ist etwa der böse Wolf in "RotkĂ€ppchen" sehr modebewusst und wird nicht getötet, sondern "versklavt" und die goldene Kugel der "Froschkönig"-Prinzessin ist ein Fußball. Die MĂ€rchen werden augenzwinkernd erzĂ€hlt und haben doch den unterschwelligen Ton der ersten Grimm-Fassungen.
Teilweise ist man als Leser aber auch sehr gefordert und muss sich anstrengen und im eigenen verschĂŒtteten MĂ€rchenwissen kramen, was nun passiert sein könnte. Denn die Bilderflut ist anfanfs etwas ĂŒberwĂ€ltigend. FĂŒr Kinder ist das Buch daher nur bedingt geeignet. Es finden sich im Buch, das in roten, schwarzen und grĂŒnen Farben dominiert: 

RotkÀppchen
HĂ€nsel & Gretel
Froschkönig
Bremer Stadtmusikanten
Rumpelstilzchen
Schneewittchen
Daumesdick
Aschenputtel
Hans im GlĂŒck
Rapunzel
Der Wolf und die sieben Geißlein
Frau Holle
Dornröschen
Der gestiefelte Kater
Tischleindeckdich
Das tapfere Schneiderlein
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   Frank Flöthmann 
Grimms MĂ€rchen ohne Worte

EUR 16,99

ISBN 978-3-8321-9708-7

Donnerstag, 18. Juli 2013

Bonjour und oh, lĂ  lĂ !

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Bonjour und oh, lĂ  lĂ ! - Das sind leider fast alle Begrifflichkeiten der Französischen Sprache, deren ich mĂ€chtig bin. In der Schule nĂ€mlich habe ich die Lateinklasse bevorzugt (von dem, was mir im Französischunterricht widerfahren wĂ€re, kann ich nur mutmaßen und Vergleiche anstellen).
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Einen Parisaufenthalt kann ich verzeichnen. Das muss mittlerweile fast 15 Jahre her sein (es war noch vor dem Milleniumswechsel). Mehr habe ich von Frankreich bzw. Paris nicht erlebt bisher. BIS der Verlag Antje Kunstmann mir diesen wunderbaren Bildband von Miroslav Sasek zukommen ließ. 
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Nun, da wÀren wir also.
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Mittendrin in Paris. Und doch fĂŒhlt man sich nicht fremd, sondern willkommen und mitgenommen, mitten hinein in das pulsierende Leben der Stadt. Der Eifelturm gerĂ€t dabei fast ins Abseits, obgleich man doch dachte, er wĂ€re DAS Merkmal von Paris.
Von Seite zu Seite erblĂ€ttert man neue, spannende oder auch  witzige und anrĂŒhrende Zeichnungen, die dem Pariser Leben (und Lieben) entnommen sind, wie Momentaufnahmen eines Polaroids. Schön und wehmĂŒtig sind die Bilder, einladend und voller Charme.
100_6137100_6140 Ein Buch zum Behalten und immer wieder ansehen, wenn das Fernweh anklopft!
100_5906 Alle Fotos aus:
Miroslav Sasek
Paris

ISBN 978-3-88897-830-2



Verlag Antje Kunstmann

Mittwoch, 17. Juli 2013

Quieeeeek!

Zum Geburtstag habe ich dieses Buch geschenkt bekommen: "Ausgefressen" von Moritz Matthies. Ich wollte es schon lange haben und konnte es daher gar nicht schnell genug verschlingen. Um mir die Wartezeit zu verkĂŒrzen, bis ich Band 2 habhaft werden kann, möchte ich heute dieses Buch vorstellen. 

Auf dem Cover schauen sie uns schon entgegen: Rufus, Ray und Rocky Jr. (von links nach rechts). Ray ist der Ich-ErzĂ€hler des ErdmĂ€nnchen-Romans. Er und seine BrĂŒder gehören zum ersten Wurf im Berliner Zoo (nicht zu vergessen die etwas nun ja.... dĂ€mliche...  Schwester) des großen ErdmĂ€nnchen-Clans. Aber nur Erdmann sein, das reicht den Jungs nicht. Ray trĂ€umt von einem Leben als Privatdetektiv. Und als des Nachts im Zoo zwei SchĂŒsse fallen, wĂ€hrend Rufus und Ray Wache halten, wird sein Traum Wirklichkeit. Zusammen mit dem menschlichen Privatdetektiv Phil, der ErdmĂ€nnisch versteht (im ĂŒbrigen eine noch kompliziertere Sprache als Deutsch), kommen nicht nur einem Verbrechen auf die Spur.

Wer mich kennt weiß, dass ich fĂŒr Krimis nichts ĂŒbrig habe, außer denen, die aus der Feder von Ingrid Noll und Rita Falk geflossen sind. Ab sofort zĂ€hlen auch die Erdmannabenteuer dazu. Selten waren mir Protagonisten so nah und doch so fremd (immerhin sind es ErdmĂ€nnchen, das muss man sich ab und zu wieder ins GedĂ€chtnis rufen). Die Art, wie sie agieren und erzĂ€hlen, macht sie mehr als menschlich. und liebenswert. Wunderbar sind die Passagen rund um das Leben im Berliner Zoo, die man sich wirklich so vorstellen kann, wie etwa, wenn die ErdmĂ€nnchen die Besucher wĂŒst beschimpfen und diese, da dem ErdmĂ€nnischen nicht mĂ€chtig, nur verzĂŒckt sind. Erst ganz am Ende merkt man, dass man einen Krimi gelesen und dabei sehr oft gelacht hat.

Ein Buch, das ich nur wÀrmstens empfehlen kann. Quieeeeek! - das ist ErdmÀnnisch und bedeutet: Lesen!

Freitag, 12. Juli 2013

Von unbegrenzter Liebe

Lieber James Bowen,
von Herzen möchte ich Ihnen fĂŒr dieses wunderbare Buch danken. Es ist nicht nur eine LiebeserklĂ€rung an Bob, diesen einzigartigen Kater. Es ist vielmehr eine wunderbare Biographie ĂŒber Ihr Leben, von dem wir - wie Sie selbst schreiben - wahrscheinlich nie Notiz genommen hĂ€tten. Sie haben den Lesern eine ErzĂ€hlung geschenkt, die von dem handelt, worĂŒber allgemein so gerne im Roman gelesen wird: Eine Geschichte von unbegrenzter Liebe!
Wer selbst schon einmal einem Tier begegnet ist, das einzigartig war, der kann nachvollziehen, was Sie ĂŒber Bob schreiben und dass er Ihr Leben verĂ€ndert hat. Doch, zunĂ€chst war ich skeptisch. Das muss ich zugeben. Denn ich fragte mich, was Sie auf all diesen vielen Buchseiten wohl ĂŒber Bob erzĂ€hlen und ob das nicht vielleicht in ewiger Wiederholung enden wĂŒrde. Aber Sie haben mich nicht nur ĂŒberrascht, sondern auch ĂŒberzeugt. Ihre Geschichte ist einzigartig, fast möchte ich sagen: dramatisch. Und trotzdem wĂ€re sie eine von vielen geblieben, wĂ€re da nicht Bob in Ihr Leben gekommen.
Ich glaube es ist wahr und Sie beide sind wirklich verwandte Seelen, die sich aus einem anderen Leben kennen. Ich freue mich fĂŒr Sie, dass Sie sich gefunden haben. Ihnen beiden gönne ich alles GlĂŒck der Welt. Vielen Dank fĂŒr dieses wunderbare Buch. Vielen Dank, dass Sie die Leser so offen teilhaben lassen an Ihrem Leben. Und vielen Dank dafĂŒr, dass ich Bob kennen lernen durfte. Bitte streicheln Sie ihn von mir!
Herzlich, Ihre Marissa Conrady

Picture taken from: https://www.facebook.com/StreetCatBob

  James Bowen

Bob, der Streuner

Die Katze, die mein Leben verÀnderte
Bastei LĂŒbbe, ISBN: 978-3-404-60693-1
James Bowen & Street Cat Bob bei facebook: https://www.facebook.com/StreetCatBob

Donnerstag, 11. Juli 2013

"WĂŒrde das Leben halten, was diese KĂŒsse versprachen?"

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Die sĂŒĂŸe Daisy von http://daisyandbooks.wordpress.com/  hat meinen Namen aus einem Montags-Lostopf gefischt. Als Gewinn kam von der lieben Sabine der Roman "Warte auf mich" von Philipp Andersen und Miriam Bach an. Dieser stand schon lange auf meiner Wunschliste und wurde daher sofort verschlungen. Und es war wirklich ein wunderbares Erlebnis.
"WĂŒrde das Leben halten, was diese KĂŒsse versprachen?"
Wie habe ich mitgelitten, mitgelacht und wohl noch mehr geweint! All die Lesezeit ĂŒber hatte ich einen dicken Kloß im Hals, der sich schon beim bloßen Betrachten des Romans wieder einstellt. Im Grunde ist die Handlung schnell erzĂ€hlt: Sie treffen sich. Sie beginnen, sich zu lieben (auch, wenn es nicht so schnell geht, wie ich das hier herunter breche). Sie können nicht zusammen sein. Und sind es trotzdem. Oder dennoch. Abwechselnd schreiben Philipp Andersen und Miriam Bach die einzelnen Kapitel. Die Autoren sind auch gleichzeitig die (fiktiven?) Protagonisten des Liebesromans. Lediglich das (Happy) End(e) hat mich ein wenig unbefriedigt zurĂŒck gelassen mit dem Kloß im Hals, mitten in der Nacht (ich war wortwörtlich gezwungen, den Roman zu Ende zu lesen). Aber irgendwie ist es auch erklĂ€rlich, wenn man sich das Besondere des Romans ansieht.
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Das Besondere an "Warte auf mich", anders als bei jedem anderen Liebesroman, den ich bisher gelesen habe, ist das Dahinter. Es gibt eine eigene Facebookseite fĂŒr den Roman:  "Warte auf mich", und auch die Autoren Philipp Andersen und Miriam Bach haben dort Profile und posten "Outtakes", "Nichtveröffentlichtes" und vieles Mehr. Der Roman geht also weiter. Im Grunde will ich daher nicht unbedingt wissen, wie fiktiv alles ist - oder umgekehrt - wie real. Ich glaube, ich weiß es schon lĂ€ngst. Selbst, wenn man "Ende" sagt, dann geht Liebe doch immer weiter. Und Liebe wartet. Und nutzt die wunderbaren Möglichkeiten des WWWs, um weiter zu existieren. Daher ist es nicht nur der Roman, der verzaubert, sondern der Gedanke, dass die Geschichte tatsĂ€chlich auf ihre Art lebt.


Warte auf mich

ISBN: 978-3-86612-357-1

Wie dem Einband und den taktisch spÀrlich gesÀten Informationen zu den beiden Autoren zu entnehmen ist, haben sie beide Literaturwissenschaft bzw. Germanistik studiert. Ebenfalls als Germanistin kann ich sagen: Das merkt man dem Roman auch an (in keiner Weise negativ). Gerade wegen seiner durchdachten Gestaltung und den literarischen Elementen ist er derart einzigartig.

Buchbesprechung

http://www.magirius-aktuell.de/2013/07/vom-gluck-ohne-ende/ Diese wunderbare Besprechung meines Romans "KĂ€ferjahr" hat mich vom wunderbaren Herrn Georg Magirius erreicht. Ich bin ganz sprachlos und freue mich sehr darĂŒber. Vielen Dank!
Alle BĂŒcher gibt es in der Buchbinderei in der Ludwigstraße in Wald-Michelbach bei C. Bach


Samstag, 6. Juli 2013

Postkartentag

Was wĂ€ren wir nur alle ohne das Internet? Ohne E-Mail-Accounts und soziale Netzwerke fĂŒhlen wir uns irgendwie arm. Wer kennt nicht die leichte Panik, wenn sich die Internetverbindung verabschiedet hat? Wer aber kennt Panik, wenn der Postbote kommt, wieder nicht klingelt und wieder keinen Brief dabei hat? Fast niemand. Das soll sich am 30. Juli ein wenig Ă€ndern. Denn dann findet der 2. weltweite Postkartentag statt. Zu dieser Aktion wird auf facebook aufgerufen. Mehr Informationen gibt es hier

Um was geht es bei der Aktion?

Am 30. Juli soll jeder mindestens einer lieben Person eine Postkarte schreiben und an diesem Tag verschicken. Es dĂŒrfen gern auch mehr Karten sein, Grenzen gibt es an diesem Tag nicht. Es geht darum, einer Person eine Freude zu machen, egal ob das ein Freund, Familienangehörige oder Fremde sind. 
Wer mitmachen will, aber nicht so recht weiß, wem er schreiben soll, dann kommt hier mein Vorschlag: Schickt mir einfach eine Mail mit eurer Adresse an zumglueckzurueck@yahoo.com und im Gegenzug bekommt ihr meine. Eure Adressen werden von mir nur fĂŒr diese Aktion benutzt und nicht gespeichert. Wir schreiben und also an diesem Tag gegenseitig, dann hat jeder etwas davon. 

Bild: Im Netz entdeckt: Eine Elvis-Collage aus Postkarten. Kriegen wir das zusammen hin?

natĂŒrlich wird hier weiter ĂŒber die Aktion berichtet. Lasst uns mit lustigen, bunten und liebevollen Postkarten die Welt zum LĂ€cheln bringen!