Glückliche Menschen lesen - und hoffen auf ein Happyend.
So hätte man den Titel auch gestalten können. Anstatt für die richtige Übersetzung, die auch im Roman genauso vorkommt "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee", hat man sich aber für "Glückliche Menschen küssen auch im Regen" entschieden - und damit dem Roman von Agnés Martin-Lugand nicht mehr in eine andere Richtung lenken können. "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee" ist das Literaturcafé, das Diane einst in Paris betrieben hat. Bevor ihr Mann und ihre kleine Tochter bei einem Unfall starben. Danach hat sich Diane zurück gezogen. Ihr Café ist ihr egal geworden, sie selbst sich auch. Ihr Freund Félix will sie aus ihrer Lethargie reißen. Aus Angst davor flüchtete sich Diane nach Mulranny in Irland. Dort sind alle nett zu ihr, außer ihrem Nachbarn Edward. Doch auch die beiden nähern sich einander an. 

Der Roman beginnt wie ein Wohlfühlroman. Er ist unterhaltsam, irgendwie traurig und auch schön zugleich, aber an irgendeinem Punkt beginnt das Buch zu rasen. Alles ist mir irgendwie zu schnell gegangen, zum Teil ohne Erklärung. Das Ende ist frustrierend und auch viel zu schnell. Ich habe die ganze Zeit auf ein schönes, zufriedenstellendes Ende gewartet. Wenige Seiten vor der Paperback-Rückseite war mir dann klar, dieser Roman hetzt zu sehr, als dass er glücklich machen könnte. Da macht der verhunzte Titel auch schon nichts mehr. Glückliche Leser - um 00:30 Uhr - sehen anders aus. Schade.
Glückliche Menschen küssen auch im Regen,
blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0528-8
Mein lieber Freund Lutz Schebesta hat es wieder getan: Einen Roman geschrieben.
Hauptsache Spaß…
"Zeit ist die größte Entfernung zwischen zwei Orten", so heißt es im Drama von Tennessee Williams "Die Glasmenagerie", ein Stück, das ich in der Universität gelesen und sofort geliebt habe. Umso gespannter war ich auf die Umsetzung des Nationaltheaters Mannheim. Ein wenig skeptisch war ich, das gebe ich zu. Bei der Betrachtung des Bühnenbildes, das eine langgezogene Sitzreihe mit Klappstühlen wie in einem Diner oder einer Bahnhofswartehalle, trist und wenig einladend, vollgestopft und doch leer - wie das Leben der Familie Wingfield eben.
Während Laura nicht mehr zum Steno-Kurs geht und sich lieber zu Hause einschließt, Jungmädchenträume träumend und eine Menagerie an Glasfigürchen pflegend, treibt es Tom hinaus. Doch die Mutter möchte gerne beide Kinder unter der Haube sehen - idealerweise lukrativer als ihre eigene Verbindung. Also bringt eines Abends Tom seinen Arbeitskollegen Jim O'Connor mit (


"Dieses Buch ist ein Zauberbuch", so beginnt "