Montag, 11. August 2014

Schimmern und duften

100_8515Neulich bekam ich ein ganz tolles Überraschungspaket. Ich liebe Überraschungen. Vor allem, wenn sie schimmern und duften. Das wusste ich natürlich beim Öffnen noch nicht, aber von wem das ominöse Päckchen war, stand schon vorne drauf: Von Balea. Ich mag die Eigenmarke vom DM Drogeriemarkt sehr. Sie sind günstig, aber vor allem abwechslungsreich, liebevoll gestaltet und meiner Haut tun sie gut.  Was jetzt nach (Schleich-)Werbung klingt, ist aber ein Fakt: Ich benutze total viel von Balea bzw. DM. Angefangen von der Zahnbürste bis hin zur Hautcreme und den Taschentüchern. Oftmals überzeugt mich ihre Qualität im Vergleich zu teureren Produkten viel mehr.
100_8516Aber zurück zu meiner Überraschung. Beim Öffnen des Päckchens lachten mir zwei knallige Farben unter dem Luftpolster entgegen: Grün und rosa. Und nach dem Lüften des Luftpolsters entdeckte ich je ein Shower-Gel und ein Deo von Balea. Das Grüne ist die Duftrichtung "Kiwi", rosa ist "Berry". Ich muss zugeben, dass ich im Geschäft Kiwi erst gar nicht in die Hand genommen hätte, unter der Mutmaßung, dass es wahrscheinlich nicht so dolle riecht. Tatsächlich hat mich daher die erste spontane Geruchsprobe positiv überrascht. Nachdem ich - Danke Sommer! - sowieso noch Duschen wollte am Abend, konnten die beiden Herrschaften gleich mal mit mir ins Badezimmer umziehen.
100_8520Ein erster Test der beiden Shower-Gels auf der Haut, ohne Wasser, machte neugierig, die Verpackung zu untersuchen. Ich hatte nämlich das Wörtchen "shining" überlesen- und siehe da, die Gels glitzern bzw. schimmern total schön. 100_8521Dann aber mein Fehler: Ich habe beide Gels miteinander vermischt. Meine Mutter sagte schon vor Jahren einmal zu mir, als ich wieder einmal Badezusätze wild miteinander im Wasser vermengte, dass ich irgendwann im Bad explodieren würde. Nun, explodiert bin ich glücklicherweise nicht, sonst gäbe es diesen Post nicht, aber der Geruch beider Gels erinnerte doch zu stark an Penicillin, das ich in der Kindheit oft einnehmen musste.Merke also: Jedes Gel für sich, super Duft; zusammen gemischt: lieber die Finger davon lassen. :) 
Da ich also nicht mit beiden gemeinsam duschen konnte, gab ich Kiwi den Vorzug, da ich ihm schon zuvor grundlos Unrecht getan hatte. Das Hautgefühl während und nach der Anwendung war wirklich toll. Der Duft sehr dezent, nicht zu künstlich. Toll vor allem der ganz zarte Schimmer auf der Haut. Danach, gleiches Recht für alle, sprühte ich Berry als Deo auf. Auch hier: Toller, dezenter Duft. Alles riecht irgendwie sommerlich frisch. Ich selbst benutze lieber Sticks bzw. Roller, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Gut finde ich, dass die Deos als frei von Aluminiumsalzen gekennzeichnet sind.
100_8517Mein Fazit nach einigen Tagen der Anwendung beider Deos und Gels? Absolutes Sommer-Dusch-Pflege-Highlight, und das noch so überraschend. Mein klarer Favorit ist immer noch Berry als Deo, aber als Gel ist Kiwi auch richtig klasse. Toll der Schimmer, den die Gels enthalten. Mehr solcher Produkte wären auch im Winter cool.

Weitere Infos zu den Produkten gibt es bei Balea - ich habe sie auch schon bei DM im Regal entdeckt und muss sagen, dass das Preisleistungsverhältnis mehr als stimmt!

Sonntag, 10. August 2014

Bilanz II

Zur Zeit bekommen viele Menschen in meinem Umfeld Kinder. Wie ich so stehe und die winzigen, wundervollen und zerbrechlichen Babies betrachte, mich nicht traue, sie auf den Arm zu nehmen, weil ich glaube, ich mache sie kaputt, wird mir etwas klar. Mit mir im Raum alt-eingesessene Mütter, frischgebackene Eltern und Babies. Ich, kinderlose Akademikerin, halte mich zurück und fest an einem Buch. 
Pinup3Meine Kinder erzählen Geschichten - haufenweise. Sie halten nie den Mund. Man muss sich schon in einem anderen Zimmer befinden, damit man sie nicht mehr hört. Und dennoch hallen sie nach: Im Kopf.
Dabei sind sie stimmlos geboren. Untergewichtig. Zu blass und zu krank, um alleine zu stehen.
Es sind Bücher. Keines davon wird mich Mama nennen. Und doch habe ich sie in die Welt gesetzt. Das einmal gesagte oder geschriebene Wort kommt nicht wieder zurück. Es entwickelt ein Eigenleben. Buchkinder sind undankbare Geburten. Niemals wird dieses Kind Dich anlächeln, Deinen Finger mit der Hand umfassen oder atemlos aus der Schule nach Hause zurück kommen. 
Meine Kinder sind Worte zwischen papiernen Deckeln. Ich weiß nicht, ob ich je etwas anderes in die Welt setzen kann. Etwas, das auf ganz andere Art sagt, dass ich hier war...

Samstag, 9. August 2014

Ich wünschte...

100_8499Bei Vorablesen habe ich den Roman "Das Wunschjahr" von Andrea Lochen ergattert. Auf dieses Buch habe ich mich wirklich gefreut. Nachdem ich "Die Frau des Zeitreisenden" zu meinem Lieblingsbuch erklärt habe, endlich einmal wieder ein Buch zum Thema "Zeitreisen". Mir gefiel der Slogan "Stell dir vor, du könntest die Zeit zurückdrehen..." sehr. Für mich als Germanistin lagen darin viele Versprechungen, Erwartungen wurden geweckt.
Krankenschwester Olive wacht am Neujahrsmorgen 2011 wieder im selben Jahr auf, anstatt in 2012. Alles ist wieder so, wie es 2011 schon einmal begonnen hatte: Sie lebt noch immer mit ihrem Liebsten Phil zusammen, redet noch mit ihrer besten Freundin und hat ihrer Mutter noch nicht die Hochzeit mit ihrem zweiten Mann verdorben. Olive hat noch einmal eine Chance bekommen! Was wirklich spannend und niedlich klingt, ist leider irgendwie zu seicht umgesetzt. Von Namensfehlern im Buch ganz abgesehen, hat sich die Lektüre irgendwie hingezogen. Einige Absätze waren für das Buch zu ausufernd. Das tatsächliche Zeitreisethema wurde eher umschifft. Leider. Und auch der deutsche Titel macht es einmal mehr schwierig. Hier klingt alles nach Idylle und so harmonisch [(Achtung, Spoiler!] was es da facto auch sein wird), aber als "repeat year" würden sich ganz andere Erwartungen aufbauen. Diese hatte leider auch ich und wurde enttäuscht. 
Dennoch, es gibt keinen triftigen Grund, warum ich von der Lektüre abraten sollte. Gut lesen lässt sich das Buch jedenfalls! Und als seichte Lektüre, die auf ein Happy End hinaus läuft, ist ein Roman doch immer empfehlenswert. Leider fehlt alles Tiefergehende, sowie ein wenig Emotion. Alles in allem ein eher nüchterner Roman, der Romantik und Fantasy schreit, nichts davon jedoch offenbart.

Das Wunschjahr

Andrea Lochen, Ullstein Verlag
ISBN 9783548285689

Donnerstag, 7. August 2014

Alles neu macht der Sommer

Zeit für ein neues Gewand

Es ist wahrscheinlich nicht unbemerkt geblieben: Hier hat es einige Neuerungen bzw. Modernisierungen gegeben. Und das im Grunde nur, weil ich Lust auf ein neues Outfit für den Blog hatte. 
Im Hintergrundbild sind nun meine tätowierten Vögel zu sehen, ein wenig Glitzer dazu und fertig ist der neue Background. Ansonsten, um nichts in seinen Grundfesten zu erschüttern, wird alles beim Alten bleiben. Das heißt: Es wird weiterhin gelesen und rezensiert und sicherlich findet sich der eine oder andere Post zu buch-/literatur-affinen Themen hier wieder.
Na, wie gefällt das neue Layout?

Mittwoch, 6. August 2014

Ein wenig Poesie

Heute dachte ich, ich verschenke ein wenig Lyrik. Poesien von mir, für Euch. Einige sind schon etwas älter, andere neueren Alters.  
Das Wort
Fortgehen
Nachruf
Mein König
Vergessen
Wohin

Dienstag, 5. August 2014

Spuren der Jugend

100_8496Ich hatte es ja bereits angedroht, dass ich nach "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nun noch einen Roman von John Green lesen (wollen) würde. Ich hatte mich für den nicht so sehr "umhypten" Roman "Margos Spuren" entschieden- und wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich hat mir dieser Roman sogar noch besser gefallen, als der erste. Das liegt vor allem an der Unterschiedlichkeit der Themen. "Margos Spuren" ist eigentlich kein Roman, sondern vielmehr ein Roadmovie durch diverse Jugenden. Nämlich vor allem die des Ich-Erzählers Quentin. Seine Nachbarin, Jugendliebe, sein Idol und Fetisch Margo Roth Spiegelman (Achtung! Telling name!) steht im Zentrum dieses Roadmovies, denn eines Tages beschließt Margo (einmal wieder) von zu Hause zu verschwinden. Wie jedes Mal hinterlässt sie Spuren. Quentin sieht es als seine Aufgabe an, Margo zu finden. Und so macht er sich, gemeinsam mit drei weiteren Freunden, am Tag ihres Highschool-Abschlusses auf eine lange Reise quer durch Amerika, um dem Rätsel Margo auf die Spur zu kommen. 
Der Leser ist dabei ebenso mitgerissen, wie auch hin- und her gerissen zwischen Faszination für Margo und Abscheu ihrer Dramatik. "Margos Spuren" ist fesselnd, faszinierend und frustrierend zugleich - und klingt noch lange nach!

JOHN GREEN

Margos Spuren, Hanser

ISBN 978-3-446-23477-2

Montag, 4. August 2014

All die vielen Jahre...

100_8495Fast zwanzig Jahre hat Anna ihren Ex-Freund Victor nicht gesehen - da stehen sie sich plötzlich und zufällig in einer Buchhandlung wieder gegenüber. Zwanzig Jahre liegen zwischen ihnen und ihrem College-Abschluss am St. Bart's und einer Nacht, in der so vieles zerbrach. Eindringlich blickt Alison Mercer in ihrem Roman "Und dann, eines Tages" zurück in die Jugendzeit der Clique rund um Anna und Victor, aber sie lässt auch einen Einblick zu in ihr heutiges Leben.
Über allem schwebt bedrohlich die Nacht des Abschlussfestes am College, an die sich Anna so erinnert: "Etwas ist [...] vorgefallen. [...] Drei Sachen. Zwei mir sehr nahestehende Menschen haben mich betrogen. Ich wurde Zeugin eines Verbrechens. Und jemand ist gestorben" (S. 282). 
Zur Clique gehören der melancholische Keith, Pfarrerstochter Meg, Schauspielertochter Clarissa, der feiste Barnaby, der intellektuelle Victor und mittendrin Anna, die dringlich überhaupt irgendwo dazu gehören möchte. Doch aus der Nähe, die langsam erwächst, entstehen auch Abgründe, die Auswirkungen auf alle späteren Leben haben. Was hier bedrohlich und düster klingt ist dennoch ein leichter Roman, der spätestens beim Rückgang in die Vergangenheit fesselt. Ich habe verhältnismäßig lange gebraucht, um den Roman zu lesen, weiß dies allerdings nicht einzuordnen. (Normalerweise lese ich schnell und innerhalb weniger Tage.) Vielleicht korrespondieren hier Erzählzeit und erzählte Zeit doch mehr, als man glauben mag.

ALISON MERCER

Und dann, eines Tages, Diana Verlag

ISBN: 978-3-453-35774-7