Mittwoch, 25. Juni 2014

E-Mail von Cupido

Heute habe ich eine nette E-Mail bekommen. Sie hat mich neugierig gemacht. Aber weil sie so nett war, möchte ich sie gerne teilen und auf diesem Weg "Werbung" machen: "Liebe Leseratte, 
wir haben Dich und Deine Leidenschaft für Bücher im Netz bestätigt gefunden – und nun wollen wir unseren Verlag und sein Programm gerne vorstellen, mit beigefügtem, garantiert virenlosen Pdf J  Als kleiner Indie-Kleinstverlag hat man es nicht leicht, was Werbung angeht – falls Du Dich belästigt fühlst, tut uns das sehr leid! Klick uns einfach weg … Aber wenn nicht, dann: Unsere Kurzgeschichten sind ein guter Lese-Einstieg in unser Programm, denn sie bieten abwechslungsreiche Lesekost. Allerdings können wir das ebenso von unseren Romanen sagen, auch wenn erst vier erhältlich sind: grundverschieden!
 Zurzeit gibt es unsere Bücher als eBooks, ab Spätsommer haben wir dann auch Gedrucktes für die Freunde der Papierausgabe. Neugierig geworden?  Alle Bücher sind ausführlich auf unserer Website www.cupido-books.com beschrieben. Wir freuen uns auf Deinen Besuch, gerne auch bei facebook."
Ich jedenfalls schau da jetzt gleich mal vorbei - das solltet ihr auch.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Zeit für die Liebe

100_8248Ach, ein bisschen verliebt bin ich schon. In die Diogenes Autoren. Die meisten wissen ja, dass ich nach wie vor bezaubert bin von Anthony McCarten und seinen Romanen, aber Fabio Volo steigt auch immer mehr auf in meiner Gunst. Schockverliebt war ich ja gleich in den Spontankauf "Noch ein Tag und eine Nacht", "Lust auf Dich" hat mein Verlangen nach Volo ein wenig getrübt, aber "Zeit für mich und Zeit für dich" hat mein Verlangen nach mehr seiner Bücher wieder neu entfacht. 
Eine Nacht habe ich mir um die Ohren geschlagen, weil ich den Roman fertig lesen wollte. Dabei habe ich übersehen, dass hinten um Roman Vorschau für andere Bücher ist. Ich nahm an, es ginge noch weiter. Als ich dann am Ende angelangt war, war ich tatsächlich ein wenig am Ende: baff, überrumpelt und ein wenig traurig, dass der Roman doch schon zu Ende ist, und dann noch so. Das Ende darf und will ich nicht verraten, lasst Euch überraschen, wie es mich überrascht hat. Dafür aber kann und muss ich etwas zu Thema das Romans sagen: Der Grundtenor ist Liebe, aber hier geht es um zwei Arten der Liebe: Die Liebe der Kinder zu ihren Eltern, im Speziellen das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Und die Liebe eines Mannes und einer Frau. Dass beide Lieben derart miteinander verknüpft sind, ja sich sogar ein wenig bedingen, schildert Volo eindringlich, aber nicht mit dem Vorschlaghammer. Behutsam regt er den Leser an, auch ein wenig über die eigenen Verhältnisse und Relationen der eigenen Lieben nachzudenken. 
Ein wunderbarer Roman, eine Liebeserklärung an die Liebe selbst und daher bisher eines meiner Jahreshighlights! 

Fabio Volo
Zeit für mich und Zeit für dich, Diogenes

ISBN978-3-257-24292-8

Dienstag, 10. Juni 2014

Abkühlung?

100_8240 Eine Abkühlung bei dieser Hitze gefällig? Teekanne hat mich auf den Geschmack gebracht: frio Himbeere-Zitrone, um genau zu sein. Dieser Teebeutel wird kalt aufgegossen und nach fünf bis acht Minuten genossen. Bei den heißen Temperaturen der vergangenen Tage war das eine super-leckere Erfrischung, die den Durst gestillt hat und den Hals kühlte. Der praktische "Spender" macht das entnehmen der Päckchen einfach.
100_8243Mein persönlicher Tipp: Anstatt nur mit Wasser gleich mit Eiswürfeln "aufgießen". Ich habe meinen Isolierbecher damit sogar mit in die größte Hitze genommen. Die Eiswürfel sind geschmolzen, aber mein frio war immer noch kühl und erfrischend.100_8242
Außerdem habe  ich eine tolle Variante entdeckt, die ein bisschen spritzig ist: Anstatt mit Wasser aufzugießen, einfach Ginger Ale nehmen, ein paar Eiswürfel dazu und fertig ist eine himbeerige und prickelnde Erfrischung. 
Ich persönlich bin ja eher Kaffeetrinkerin, die im Sommer einfach den Kaffee abkühlen lässt und mittels Eiswürfeln runter kühlt. Aber frio hat mir wirklich geschmeckt, vor allem, weil der Tee so wunderbar vielseitig ist. frio

Donnerstag, 29. Mai 2014

I like Marissa


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Der Vorteil?

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Mittwoch, 28. Mai 2014

Die Gretchentragödie 20.14

Ifn der Schule sind viele damit "gequält" worden, ich habe "Faust" geliebt. Daher konnte ich auch jüngst nicht widerstehen, als ich ein Buch entdeckte, das "Faust und Gretchen - Eine schicksalhafte Liebe" heißt. Susanne Alberti hat darin eine "moderne" Version der Gretchentragödie aufgeschrieben. Weil sie mit der Eindimensionalität der Goethe'schen Darstellung nicht zufrieden war. Sie erzählt von Gretchens Vorgeschichte - und das ist das Spannende daran. Tatsächlich fällt auf, dass man nur Fausts Sicht auf die Dinge kennt, Margarete aber bleibt bisher stumm. Alberti erzählt von der Zeit vor Margaretes Geburt, ihrem Elternhaus, dem Verlust des Vaters, dem großen Bruder Valentin, der bigotten Mutter und letztlich von der Begegnung mit Faust. Der hat hier einen konkreten Namen: Professor Doktor Doktor Heinrich Meissner; einen Teufel braucht es nicht, nur einen gewitzten Franzosen.
Überhaupt, in Albertis Roman sind die altvertrauten Figuren plötzlich neu: Valentin ein besorgter Bruder, die Mutter zu gläubig und Faust eher lüstern und unmotiviert, als auf der Suche was die Welt im Innersten zusammen hält. Marthe, die Taufpatin und Nachbarin, ist keine alte Kupplerin, sondern eine aufgeklärte Frau.
Ein spannender Ansatz also, losgelöst von der Teufels-Thematik, dennoch mit gleichem/identischem Ausgang: Margarete tötet das Kind, das sie von Heinrich empfangen hat und begeht letztlich, vor ihrer Hinrichtung, Selbstmord. 
Leider gibt es, aller Neuerungen zum Trotz, kein besseres Bild, das am Ende von Margarete bleibt. Sie bleibt ein flacher Charakter, ohne Tiefgang, sodass man sie auch in der "modernen" Version ihrer Tragödie nicht richtig bedauern kann.

Susanne Alberti

Faust und Gretchen - Eine schicksalhafte Liebe, Weltbild Verlag

978-3828975354

Dienstag, 27. Mai 2014

Ein chaotischer Kopf

sturmIn Georgs Kopf möchte ich nicht wohnen. Eigentlich noch nicht einmal einen Blick hinein werfen. Aber ich habe es nun einmal getan - aber nur am hellen Tage, denn abends hätte er mich sicherlich in Albträumen verfolgt. Sein "autobiografischer" Roman "Der Sturm in meinem Kopf" beginnt mit Mord und Totschlag.  Zum ersten Mal bin ich froh, die alte Germanisten-Regel vor mich hin murmeln zu können: Der Autor ist nicht das erzählende Ich. Denn dann wäre Horst Sczerba, mit Verlaub, ein mordendes Monster. Wie Georg. Dessen Lebensbeichte erscheint ziemlich kafkaesk. Mal begegnet er einem Engel, dem er die Flügel abschneidet. Dann erzählt er von unschuldiger Liebe und empfängt doch mit dieser Frau ein Kind. Als beide tragisch ums Leben kommen, wird die Erzählung allerdings realistischer. Je tragischer die Handlung wird, desto klarer ist sie erzählt und wird sie von Georg gelebt: Er sühnt alle seine Toten und verliert sich dabei selbst. Der Sturm in seinem Kopf ist von Anfang an da - er selbst hält sich für die Ausgeburt des Teufels - wird aber im Verlauf der Handlung immer strukturierter, sodass die Gänsehaut zwar bleibt, aber auch ein gewisses Verständnis für Georg dazu tritt.
Ein makaberer Roman, nichts für schwache Nerven, aber derzeit mein Geheimtipp!

Horst Sczerba

Der Sturm in meinem Kopf, Eichborn Verlag

ISBN: 978-3-8479-0558-5

Montag, 26. Mai 2014

Die Farben der Liebe

colEinige Tage schien die Sonne so schön, dass ich den Vormittag lesend im Garten auf der Hollywood-Schaukel verbringen konnte. Als erste Lektüre begleitete mich "Colours of Love - Verführt" von Kathryn Taylor. Ein kurzweiliges, nett geschriebenes Buch, bei dessen Lektüre man nicht so viel nachdenken musste. Für mich als Germanistin ist das eine willkommene Abwechslung zu Faust & Co.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Sophie, deren elterliches Auktionshaus dringend auf eine Expertise des Kunsthistorikers Matteo aus Rom angewiesen ist, ist auch noch schrecklich verliebt in eben diesen. Er sieht gut aus, ist intelligent, liebenswert und beliebt, (offenbar gut im Bett), Sophie nicht abgeneigt, aber durch etwas in seiner Vergangenheit derart verletzt, dass er sich auf keine feste Bindung einlassen will. Es geht auf und ab und heiß her und am Ende steht, das ist kein Spoiler, sondern anzunehmen: Ein Happy End!
Pikant allerdings, die ausführlichen Liebesszenen. Da wurde einem beim Lesen nicht nur vor schwüler Hitze im Garten heiß. Dabei sind diese Szenen weder pornografisch noch abstoßend, wobei man sich als Leser leider immer noch ein wenig verstohlen umschaut, als wäre man ein Voyeur. Denn teilweise geht es da ganz schön zur Sache... ;-)
Bei diesem Buch handelt es sich um den (vorerst) abschließenden Band der "Colours of love"-Reihe. Zunächst erschienen "Entfesselt", "Entblößt" und "Verloren". Diese Titel klingen schwülstiger und abstoßender, als die Romane tatsächlich sind. Wer nette und kurzweilige Unterhaltung sucht, für schwül-heiße Sommernächte oder "nur" mal wieder ein Buch "einfach so" lesen will, der sei mit diesem Buch sehr gut beraten!

Kathryn Taylor

Colours of Love - Verführt, Bastei-Lübbe

ISBN: 978-3-404-16959-7