Donnerstag, 11. Juni 2015

Schiller2go, auch zum Mitwalken

#schiller2go: Mit Schiller unterwegs, frei übersetzt, oder wortgetreuer: Schiller zum Mitnehmen, das gab es am 10.6.2015 in Mannheim. Ein Trupp von 20 wackeren Bloggern, Instagramern und Twitterer hatte sich, auf Einladung des Nationaltheaters Mannheim, auf die Spuren von Schiller begeben. Und es war ein großartiger Tag (aber auch einer mit gewaltigen Fußmärschen)! An dieser Stelle muss zunächst den Organisierenden gedankt werden, ich bin wirklich froh, dass ich dabei sein durfte! 
Der #Blogwalk begann im Benjamin-Franklin-Village. Dramaturgin Lea Gerschwitz führte DSC00083über das verlassene Gelände. Ein wirklich spannender Ort, der so viele Geschichten erzählt. DSC00084DSC00085DSC00088DSC00089DSC00091DSC00092DSC00094DSC00095DSC00097DSC00100DSC00101




































DSC00102 - Kopie Mit der Bahn ging es dann in die Stadt bis zum Ehrenhof der Universität Mannheim. Unser persönlicher Schillerguide Alexander Wischniewski erwartete uns bereits. Ungemein sympathisch und witzig erfuhren wir Wissenswertes und Neues über Schiller, Mannheim und das Schloss. Und obgleich es meine Alma Mater ist, habe sogar ich staunend neuen Fakten gelauscht.
DSC00103DSC00104DSC00105DSC00106 - KopieDSC00107DSC00108DSC00109


























DSC00110
 Letzte Station der Tour war dann das Nationaltheater. Und hier wurde es dann besonders, denn wir durften über den Bühneneingang hinein schnuppern in die Welt des Theaters und durften sogar die Bühne betreten! 
DSC00111DSC00114DSC00119DSC00120DSC00121DSC00122DSC00124DSC00125



























Und sogar in den Bunker hat es uns im Theater verschlagen. Dort gibt es einen ganz besonderen Raum, den "Magic Room",  voller spannender Dinge... 
DSC00126DSC00127DSC00128DSC00129DSC00131DSC00132DSC00133DSC00134DSC00135DSC00136DSC00137 - KopieDSC00140DSC00141DSC00142DSC00143















































DSC00144
Am Ende eines langen und ereignisreichen Tages rasteten wir schließlich im Casino und genehmigten uns einen Schiller-Drink. DSC00156DSC00158DSC00159
Es war großartig, all die wunderbaren Bekanntschaften zu knüpfen und ein klein wenig wunderbarer, das alles erleben zu dürfen. Nochmal DANKE für den tollen Tag.
Dieses Mal sollen vor allem Bilder von diesem wunderbaren Tag erzählen und Euch Lust machen, die 18. Schillertage zu besuchen. Dieses Mal widmet man sich ganz nach dem Freidenker Schiller der Frage, wie offen Gesellschaften tatsächlich sind. Sind geschlossene Gesellschaften elitärer? Wie wichtig ist Freihiet - heute und damals. Besondere Beiträge zum Festival liefert das Gastland Afrika, u.a. auf dem Gelände des Benjamin-Franklin-Villages. Besonderes Highlight, nach der Uraufführung von Schillers "Die Räuber" 1882 im Nationaltheater Mannheim, gibt es eine neue Inszenierung des blutigen Dramas. Ich werde sicherlich dabei sein. 

Freitag, 22. Mai 2015

Natürlich schön aussehen

DSC_0016Wenn das nicht mal der Traum aller Frauen ist: natürlich schön auszusehen, am besten so, dass niemand das aufgetragene Make-Up bemerkt. Bisher war das immer mit einem professionellen Maskenbildner verbunden, oder mit stundenlanger Arbeit, die dann doch zu einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat. 100_9839
DSC_0013 (1)Von L'Oreal Paris aber gibt es jetzt zwei Hilfsmittel, die Zeit und Nerven schonen und zu einem wunderbaren Ergebnis führen. der DM Drogeriemarkt hat einige Blogger eingeladen, sich selbst davon zu überzeugen. Und was soll ich sagen? Ich benutze die "La Palette Nude" in beige mittlerweile fast täglich, den Mascara "False Lash Superstar" für besonders dramatische Augenaufschläge, also wenn ich ausgehe. 
DSC_0015Die Wimperntusche besteht aus zwei Komponenten: Zunächst wird ein weißer "Unterlack" aufgetragen, der kurz angetrocknet, die Wimpern verdichtet und verlängert. Danach die zweite Schicht, dunkle Mascara, und der Blick ist nur so von Wimpern eingerahmt! Wahnsinnig schön. Für den Alltag allerdings ein klein wenig too much. Abends beim Ausgehen allerdings sieht dieser Augenaufschlag wirklich gut aus und lässt sich später ebenso einfach wieder entfernen, wie er sich auftragen ließ. 
DSC_0014 (1)Die Palette Nude 02, mit integriertem Spiegel (lässt sich ein bisschen schlecht öffnen), bietet eine wunderbare Auswahl an Lidschatten, die aufgetragen sehr natürlich wirken. Zehn sehr sanfte Farben in Beige-Tönen liegen da, sodass man sich kaum entscheiden kann. Auch für den dramatischen Auftritt kann damit gesorgt werden. Besonders schön ist, dass alle Farben tatsächlich ziemlich natürlich aussehen. Hier hält der Name endlich mal bei allen Produkten, was er verspricht. Der Lidschatten lässt sich einfach auftragen und hält sehr lange. Beide Produkte sind durchaus kostspielig, aber ihr Geld mehr als wert! Ich werde die Lidschattenpalette sicherlich nachkaufen, die Wimperntusche ebenfalls, wenn wieder Ausgehabende anstehen!
 
100_9844
Gerade auch Brillenträger werden die schönen Wimpern und den natürlichen Look mögen!

100_9842Mehr Informationen: http://www.loreal-paris.de/make-up/augen/lidschatten/color-riche/la-palette/nude-beige-02.aspx
Preis und Bezugsquelle bisher noch nicht bekannt.



Donnerstag, 7. Mai 2015

Das schöne Leben & sein Ende

100_9733
Es ist meine neue Droge: Das Theater. Für zwei wunderbare Stunden muss ich nicht über mich selbst nachdenken, über meine Probleme, Sorgen und Aufgaben. Ich kann eintauchen in die Probleme, Sorgen und Aufgaben von Menschen, die ich nicht kenne. Die noch nicht einmal real sind. Sie leben nur in diesen zwei Stunden. Sie bevölkern eine Bühne, verkörpert von Menschen, deren Beruf es ist, sie zu verkörpern. Das hat etwas sehr Beruhigendes, finde ich. Noch dazu wird mir im Schnelldurchlauf ein stück Literatur präsentiert, für dessen Lektüre ich möglicherweise gar keine Zeit gehabt hätte. Was wollen mein Germansitenherz und meine Seele mehr?
So durfte ich einmal mehr in eine mir fremde Welt eintauchen. In die melancholisch-russische Welt einer Familie in "Der Kirschgarten" von Anton Tschechow. Mit Tschechow habe ich bisher nur das Bild verbunden, das ihn mit einer"Katze" zeigt, die für mich eindeutig wie ein Dackel aussieht:
Anton Ich habe dieses Bild schon lange einmal irgendwo ausgeschnitten und aufbewahrt. Für mich steckt es voller Melancholie. Wie auch sein letztes Stück, das doch eigentlich eine Komödie hatte werden sollen. Steckt nicht aber in jeder Komödie ein Drama und in jedem Drama etwas Komisches? 
100_9835
Programmheft Vorderseite
Einst hat sie ein feudales Leben geführt: Gutsherrin Ljubow Ranjewskaja (so wunderbar ladylike und zerbrechlich: Ragna Pitoll). Doch dann starb ihr der Mann am Champagner und ihr kleiner Sohn ertrank im Pool. Ljubow Andrejewna Ranjewskaja flieht, verliebt und verliert sich, verliert dabei aber auch viel Geld und verschuldet ihr Gut mit dem heißgeliebten Kirschgarten. Nach fünf Jahren der Abwesenheit setzt das Stück am frühen Morgen ihrer Rückkehr ein. Mit dabei hat sie ihren kindlichen Bruder Leonid Andrejewitsch Gajew (tapsig und doch voller Feingefühl: Reinhard Mahlberg), und ihre Tochter Anja (Dascha Trautwein). Auf die Rückkehr hat nicht nur Hausdiener Firs (ohne Worte wunderbar: Gabriela Badura)sehnlichst gewartet.
In der Zeit der Abwesenheit hat Pflegetochter Warja (die wunderbare Katharina Hauter) das Gut und den Haushalt versorgt. Aber auch das frech-nahezu-freizügige Stubenmädchen Dunjascha (sexy: Michaela Klamminger), der ewige Student Pjotr Sergejewitsch Trofimow (vom radikalen Nerd bis hin zum unerfahrenen Liebhaber: Sascha Tuxhorn), der abgebrannte Boris Borissowitsch Simeonow-Pischtschik (Jacques Malan) und Prokurist Semjon Pantelejewitsch Jepichodow ("Jeden Tag passiert mir ein Unglück!" Sven Prietz) haben aus verschiedenen Gründen auf die Rückkehrer gewartet. Wunderbar die abgewandelte Gouvernante, Charlotta Iwanowna, die hier von einem Mann verkörpert wird (Ralf Dittrich), Rolle und Akteur setzen ein Zeichen für die Akzeptanz von Homosexualität, sorgen aber auch für die nötige Melancholie im Stück. Denn das feierwütige Volk lebt, als hätte das süße Leben kein Ende. Dafür aber sorgt Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, den ich schon im Original-Stück von Tschechow so gerne mochte - wen wundert es, dass er mir auch auf der Bühne in Gestalt von Klaus Rodewald gefällt? Lopachin versucht nahezu verzweifelt die Familie zur Vernunft zu bringen, aber man feiert sich lieber die Seele aus dem Leib, als gäbe es kein Morgen.
100_9834
Programmheft hinten
Und so leben sie alle einhellig an ihren Problemen vorbei, ignorieren, was gut für sie wäre, steuern vom Glück ins Unglück und umgekehrt und führen nur dem Zuschauer vor Augen, wie endlich alles ist.
Ein wunderbares Stück, ebenso wunderbar inszeniert, das mit ein wenig Melancholie im Herzen in den Maiabend entlässt.