Montag, 24. Juni 2013

Stöckchen

StöckchenIm Internet bin ich auf eine tolle Idee gestoßen: Das Stöckchen. Dabei handelt es sich um eine Idee, die von Blog zu Blog wandert und in der die Blogeigentümer sich und ihre Liebe zu Büchern vorstellen. Hier gibt es diese tolle Idee schon einige Jahre: http://ichlesehaltgern.wordpress.com/2010/05/31/stockchen-31-tage-31-bucher/ Cleo und ich möchten gemeinsam auch in diesem Jahr die Aktion durchführen. 31 Tage lang, also einen ganzen Monat, wird jeden Tag eine Frage gestellt und beantwortet. Das Tolle ist: IHR, die Leser, sollt die Fragen stellen. Dabei ist es ganz egal, was ihr von mir wissen wollt. Die einzige Bedingung ist, dass die Frage etwas mit Literatur zu tun haben muss. Also, fragt mich über meine Bücher, über meine Arbeit als Autorin und Journalistin, über mein Studium der Germanistik oder einfach über die Bücher, die ich schon gelesen habe oder noch lesen will, usw. Einige Anregungen sind Fragen wie diese:
  •  Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
  • Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
  •  Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast
  •  Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
  •  Ein Buch aus deiner Kindheit
Aber Euch fällt doch bestimmt noch Einiges ein, das kreativer ist, oder? mmmmmStartschuss soll bald sein, wir würden uns also über zahlreiche Fragen freuen. Gerne auch via Facebookkommentaren, auf Twitter, in Cleos Blog, usw. Bitte gestaltet die Aktion mit, denn nur gemeinsam macht es Spaß!

Sonntag, 16. Juni 2013

Lesung

Danke an alle, die da waren! Es war eine wunderbare Lesung.
Hier kommen ein paar Impressionen.
Ebenso: Danke an meinen Kollegen für die wunderbare Besprechung in der Odenwälder Zeitung vom 15. Juni 2013.

Meine Kindergärtnerin!

Büchertisch

Dankeschön-Blumen

Foto der Odenwälder Zeitung: In Aktion

Zeitungsartikel Odenwälder Zeitung 





Montag, 10. Juni 2013

Lesung

8.6.2013OZOZ12.6.2013
Ein paar wenige Plätze sind noch frei...  Bitte dort anmelden oder mich kontaktieren.
https://www.sparkasse-starkenburg.de/module/ueber_uns/termine_events/details/detail.php?termin=8&IFLBSERVERID=IF@@033@@IF
 
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Wir sehen uns am 13. Juni um 18:30 Uhr in der Sparkasse Wald-Michelbach!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Lesung

Über  zahlreiche Besucher freue ich mich!

Montag, 3. Juni 2013

Mittwoch, 29. Mai 2013

Hätten wir nie von Liebe gesprochen...


100_6026Vincent ist Mitte 30 und ein wenig verklemmt, das kann man schon sagen. Auch wenn Vincent selbst sich nicht so bezeichnen würde. Marine ist das genaue Gegenteil: offen, schlagfertig, voller Esprit. Über eine seltsame (und leider nicht näher definierte) Begegnung im Zoo entwickeln die beiden eine Beziehung. Von Liebe wird zwar viel und oft gesprochen, aber der Funke zwischen den Beiden springt nicht über, das ist dem Leser schnell klar. Schneller als Marine und Vincent jedenfalls, denn es dauert, bis sie es erkennen. Erst über einen Seitensprung finden die beiden letztlich zum Glück, aber nicht miteinander. Normalerweise wäre das erleichternd: Ein Happy End in einem Roman, der auch noch in der Stadt der Liebe spielt.
Aber irgendwie ist es das nicht. Das Happy End ist hier irgendwie unbefriedigend. Das liegt wohl aber am Ich aus der Überschrift, an Vincent. Der macht im Verlauf des Romans eine derart schnelle und nicht nachvollziehbare Wandlung vom Langweiler zum Seitenspringer bis hin zum braven Ehemann durch, dass man als Leser nicht so wirklich mitkommt. Ich gönne ihm und Marine natürlich ihre Happy Endings, aber auch ich wäre am Ende des Romans irgendwie gerne mehr happy gewesen. 
Virginie Carton 

Virginie Carton

Paris, die Liebe und ich
€ 16,99,  ISBN-13: 9783550080258 
Ullstein Verlag

Freitag, 24. Mai 2013

Wie wünschen?


Diese Rezension hätte ich auch genauso gut überschreiben können mit “Wenn Wünsche wahr werden” oder “Wehe, Wünsche” oder “Wünsche und andere Extreme” – denn mit all diesen Facetten spielt der Roman “Wünsche” von Judith Kuckart. Ich habe mich dann doch für einen eher kritischen Ton entschieden. Denn ich glaube, das trifft den Kern des Romanes am besten. Denn es ist ein heikles Thema, das Wünschen. Von einem Wunsch (und doch eigentlich von sooo vielen) erzählt Kuckart. Auf 300 Seiten schildert die Autorin den Versuch von Vera, 46, aus ihrem alten Leben und den damit verbundenen Sehnsüchten auszubrechen. Im Schwimmbad stiehlt die Berufsschullehrerin die Besitztümer von Salomé Schreiner und hofft, auch deren Leben stehlen zu können. Aber irgendwie klappt die Loslösung vom alten Leben nicht ganz, obwohl Vera, die sich als Salomé ausgibt, sogar Deutschland verlässt und neu anzufangen versucht in London.
WünscheDrei “Akte” hat der Roman, er gleicht also dem vereinfachten Drama. Akt 1: “Morgen, Mittag, Nachmittag, Nacht” ist dieExposition, die Veras vermeintliches Dilemma und ihr altes Leben mit dem Leser vertraut macht. “Menschen, die man liebt, muss man das Recht einräumen, zu verschwinden. Wenigstens für eine Weile”, rechtfertigt Vera sich auf Seite 60.
Akt 2 stellt den Konflikt dar: “Januar bis September” erzählt von Veras Sohn Jo, ihrem Ehemann, der Karatsch genannt wird, und allen anderen, die sie zurück gelassen hat. Von Veras Londonleben wird eher am Rande erzählt, was logisch ist, sie hat den Konflikt in Akt 1 bereits hinter sich gebracht und für Akt 2 einen neuen ausgelöst durch ihr wortloses Verschwinden in der Silvesternacht.
Letztlich findet in Akt 3 die Auflösung unter dem offenen Titel “Eines Tages” statt. Vera kehrt zurück, während sich die Anderen auf die Suche nach ihr machen. Aber auch das löst einen neuerlichen Konflikt aus, dieses Mal einzig um Karatsch. Das Ende bleibt offen, wie so viele Wünsche (nicht nur die der Protagonisten).
Einziger Wermutstropfen des Romans  ist nur, dass Vera nicht die einzige Hauptfigur des Romanes bleibt.Logischerweise führt ihr Verschwinden zu Verwicklungen für ihre Mitmenschen. Verwunderlich ist aber, dass als Namensgeber für den Roman ein alter Freund Veras, Friedrich Wünsche, herhalten muss. Der nämlich erscheint eher als unscheinbare Randfigur, als tatenloser Liebender, der einfach da ist. Wohl gerade das ist es: Wünsche sind ja auch immer da. Sie kommen, bleiben und gehen verloren. ”Ein neues Leben – welche Wünsche hätten Sie?” fragt die Autorin und die ehrliche Antwort nach der Lektüre des Romans ist, dass es gut gehen möge, das Wünschen. Ich hätte das neue Leben Vera nämlich gegönnt. So bleibt die Ernüchterung, dass in sogar in den Romanwelten, die wir als heil betrachten, keiner aus seiner Haut kann und sich fügt.
Bild von Kuckart, Judith
Judith Kuckart
“Wünsche”, DUMONT Buchverlag
EUR 19,99
ISBN 978-3-8321-9705-6