Sonntag, 16. Juni 2013

Lesung

Danke an alle, die da waren! Es war eine wunderbare Lesung.
Hier kommen ein paar Impressionen.
Ebenso: Danke an meinen Kollegen für die wunderbare Besprechung in der Odenwälder Zeitung vom 15. Juni 2013.

Meine Kindergärtnerin!

Büchertisch

Dankeschön-Blumen

Foto der Odenwälder Zeitung: In Aktion

Zeitungsartikel Odenwälder Zeitung 





Montag, 10. Juni 2013

Lesung

8.6.2013OZOZ12.6.2013
Ein paar wenige Plätze sind noch frei...  Bitte dort anmelden oder mich kontaktieren.
https://www.sparkasse-starkenburg.de/module/ueber_uns/termine_events/details/detail.php?termin=8&IFLBSERVERID=IF@@033@@IF
 
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Wir sehen uns am 13. Juni um 18:30 Uhr in der Sparkasse Wald-Michelbach!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Lesung

Über  zahlreiche Besucher freue ich mich!

Montag, 3. Juni 2013

Mittwoch, 29. Mai 2013

Hätten wir nie von Liebe gesprochen...


100_6026Vincent ist Mitte 30 und ein wenig verklemmt, das kann man schon sagen. Auch wenn Vincent selbst sich nicht so bezeichnen würde. Marine ist das genaue Gegenteil: offen, schlagfertig, voller Esprit. Über eine seltsame (und leider nicht näher definierte) Begegnung im Zoo entwickeln die beiden eine Beziehung. Von Liebe wird zwar viel und oft gesprochen, aber der Funke zwischen den Beiden springt nicht über, das ist dem Leser schnell klar. Schneller als Marine und Vincent jedenfalls, denn es dauert, bis sie es erkennen. Erst über einen Seitensprung finden die beiden letztlich zum Glück, aber nicht miteinander. Normalerweise wäre das erleichternd: Ein Happy End in einem Roman, der auch noch in der Stadt der Liebe spielt.
Aber irgendwie ist es das nicht. Das Happy End ist hier irgendwie unbefriedigend. Das liegt wohl aber am Ich aus der Überschrift, an Vincent. Der macht im Verlauf des Romans eine derart schnelle und nicht nachvollziehbare Wandlung vom Langweiler zum Seitenspringer bis hin zum braven Ehemann durch, dass man als Leser nicht so wirklich mitkommt. Ich gönne ihm und Marine natürlich ihre Happy Endings, aber auch ich wäre am Ende des Romans irgendwie gerne mehr happy gewesen. 
Virginie Carton 

Virginie Carton

Paris, die Liebe und ich
€ 16,99,  ISBN-13: 9783550080258 
Ullstein Verlag

Freitag, 24. Mai 2013

Wie wünschen?


Diese Rezension hätte ich auch genauso gut überschreiben können mit “Wenn Wünsche wahr werden” oder “Wehe, Wünsche” oder “Wünsche und andere Extreme” – denn mit all diesen Facetten spielt der Roman “Wünsche” von Judith Kuckart. Ich habe mich dann doch für einen eher kritischen Ton entschieden. Denn ich glaube, das trifft den Kern des Romanes am besten. Denn es ist ein heikles Thema, das Wünschen. Von einem Wunsch (und doch eigentlich von sooo vielen) erzählt Kuckart. Auf 300 Seiten schildert die Autorin den Versuch von Vera, 46, aus ihrem alten Leben und den damit verbundenen Sehnsüchten auszubrechen. Im Schwimmbad stiehlt die Berufsschullehrerin die Besitztümer von Salomé Schreiner und hofft, auch deren Leben stehlen zu können. Aber irgendwie klappt die Loslösung vom alten Leben nicht ganz, obwohl Vera, die sich als Salomé ausgibt, sogar Deutschland verlässt und neu anzufangen versucht in London.
WünscheDrei “Akte” hat der Roman, er gleicht also dem vereinfachten Drama. Akt 1: “Morgen, Mittag, Nachmittag, Nacht” ist dieExposition, die Veras vermeintliches Dilemma und ihr altes Leben mit dem Leser vertraut macht. “Menschen, die man liebt, muss man das Recht einräumen, zu verschwinden. Wenigstens für eine Weile”, rechtfertigt Vera sich auf Seite 60.
Akt 2 stellt den Konflikt dar: “Januar bis September” erzählt von Veras Sohn Jo, ihrem Ehemann, der Karatsch genannt wird, und allen anderen, die sie zurück gelassen hat. Von Veras Londonleben wird eher am Rande erzählt, was logisch ist, sie hat den Konflikt in Akt 1 bereits hinter sich gebracht und für Akt 2 einen neuen ausgelöst durch ihr wortloses Verschwinden in der Silvesternacht.
Letztlich findet in Akt 3 die Auflösung unter dem offenen Titel “Eines Tages” statt. Vera kehrt zurück, während sich die Anderen auf die Suche nach ihr machen. Aber auch das löst einen neuerlichen Konflikt aus, dieses Mal einzig um Karatsch. Das Ende bleibt offen, wie so viele Wünsche (nicht nur die der Protagonisten).
Einziger Wermutstropfen des Romans  ist nur, dass Vera nicht die einzige Hauptfigur des Romanes bleibt.Logischerweise führt ihr Verschwinden zu Verwicklungen für ihre Mitmenschen. Verwunderlich ist aber, dass als Namensgeber für den Roman ein alter Freund Veras, Friedrich Wünsche, herhalten muss. Der nämlich erscheint eher als unscheinbare Randfigur, als tatenloser Liebender, der einfach da ist. Wohl gerade das ist es: Wünsche sind ja auch immer da. Sie kommen, bleiben und gehen verloren. ”Ein neues Leben – welche Wünsche hätten Sie?” fragt die Autorin und die ehrliche Antwort nach der Lektüre des Romans ist, dass es gut gehen möge, das Wünschen. Ich hätte das neue Leben Vera nämlich gegönnt. So bleibt die Ernüchterung, dass in sogar in den Romanwelten, die wir als heil betrachten, keiner aus seiner Haut kann und sich fügt.
Bild von Kuckart, Judith
Judith Kuckart
“Wünsche”, DUMONT Buchverlag
EUR 19,99
ISBN 978-3-8321-9705-6

Sonntag, 19. Mai 2013

Käferjahr


Noch fehlt ein kleiner Ansporn, "Käferjahr" live hören zu wollen? Bitte sehr, hier kommt ein Ausschnitt aus meinem vierten Roman.
Wäre ich einst gefragt worden, was mir fehlte, ich hätte nichts nennen können. Ich erfuhr es in dem Augenblick, in dem Renja mich zum ersten Mal berührte. Mit seinen Händen, die zart über Klaviertasten, aber auch über andere Frauenkörper fliegen. Flink wie Flugkäferchen. Ein Kitzeln bleibt, lässt sich nicht abwaschen vom Körper, auch Wochen nach der letzten Berührung.
Mit seinem Zaubermund, der Worte sagt, wie Zaubersprüche und alle damit verzaubert, glauben lässt, es könnte so etwas wie Hoffnung in der Welt geben. Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen etwa. Ein Mund mit dem er dann Küsse haucht wie Zauberstaub: Wünsch Dir einen Traum – einen Traum, der leben kann!
Seine Finger spielten zärtlich mit meinen. Er hauchte Küsse darauf, immer und immer wieder. Ich ließ es bereitwillig geschehen und saß in diesem Sessel in einem Hotelzimmer, wie in einem fremden Leben, wissend, dass es meines ist. Es war das schönste Gefühl, das jemals ein Mann in mir ausgelöst hatte. Meine Hände kribbelten aufgeregt und aufgeladen von Zärtlichkeiten. Wie gut meine Finger sich erinnern. Und es gibt Nächte, da fühlt sich alles genauso an, wie damals in dieser Stadt. Ich glaube, die Nacht erinnert sich sehr gut. Wir haben so Vieles vergessen.
Aber trotzdem ist es da. Irgendwie. Wie soll man Glück vergessen? Selbst wenn mein Gehirn nur die skelettierten Überreste bewahrt und die Einzelheiten verliert zwischen den Belanglosigkeiten des Lebens. Wie soll ich diesen Mann vergessen, der mich derart verzauberte? Von dem ich glaube, er liebte mich eben auf seine Weise. Es war wohl schon vorher etwas in mir von Renja angerührt worden, von dem ich nichts wusste, manchmal vielleicht erahnte tief in mir.
Es gab zu viele Gründe, aus denen ich nicht bleiben konnte. Ich würde nie ich werden. Vor allem also wollte ich nicht bleiben. Ich war ein verträumtes Ding, damals, voller Sehnsüchte. Es muss gewiss der schlechte Tag einer Fee gewesen sein, der Tag meiner Geburt. An diesem Tag war alles Idyll zum Kotzen, sodass sie anstatt das junge Wesen – also mich – mit einem Schutzzauber auszustatten, es zur ewigen, erfolglosen Suche nach dem Leben, einem Sinn und dem Glück verfluchte.
Hätte ich nicht fest daran geglaubt, dass das Leben eines Tages beginnen würde, wäre ich sicher verzweifelt. Mit Renja hatte ich eine Ahnung bekommen von all dem: Zur Ansicht, zur Probe. Ich hätte das gerne behalten. Es stand mir, dieses Leben. So musste es sich bemerkbar machen. In Renjas Lächeln und seinen Küssen.
...
Ich freue mich über zahlreiche Besucher am 13. Juni ab 18:30 Uhr in der Sparkasse Wald-Michelbach. RenjaMalina und ich werden natürlich da sein... :)