Samstag, 8. September 2012

Unter den Top 20 bei "Der neue Buchpreis 2012"

Die endgültige Platzierung schwankt zwischen Platz 23 und 25. Aber immerhin: "Mannheim, jenen Abend" und ich haben es unter die Top 20 bei "Der neue Buchpreis 2012" geschafft. Das kann sich sehen lassen. Dankeschön an alle, die abgestimmt haben oder mich in anderen Formen unterstützt haben.
Auch, wenn es dieses Mal zu Sieg nicht gereicht hat (mit etwa 900 Stimmen mehr hätte es geklappt... :-)), so ist die alljährliche Teilnahme am Wettbewerb eine wunderbare Sache, denn es sind intensive Wochen der Eigenwerbung. Viele Dinge ergeben sich daraus.
Es wird also schon wieder bzw. noch immer wie verrückt gerrbeitet. Ergebnisse und Neuigkeiten werde ich alsbald verlauten lassen...
Bis dahin freue ich mich über eifrige Besuche (etwa auf facebook)  und viele Grüße und Kommentare. Herzlich. 


Sonntag, 2. September 2012

Beim Onlinemagazin face2face gibt's was über mich zu lesen...


Sehnsucht trifft Erinnerung VIII / Marissa Conrady

von Eva-Maria Obermann
Ich bin aufgebrochen. Eines Morgens im Januar, bin ich los gegangen. Ich habe mich noch ein paar Mal umgedreht, um zurück zu blicken, aber dann – ich war gerade abgelenkt vom Glitzer und Glitter der neuen Umgebung und großen Welt, die ich so ersehnte – drehte ich mich erneut um, und alles, was ich zurück gelassen hatte, war fort. Ich erschrak erst, als ich sah, dass es schon April geworden war mittlerweile. Und da erkannte ich, dass ich unwissend zu einem fünfstöckigen Haus gelaufen war. Ich war angekommen. Mein Herz raste, aber ich war zur selben Zeit innerlich so ruhig, wie noch nie in meinem Leben. Etwas in mir hieß mich willkommen in meinem Zuhause.
Ein heißer Schmerz durchzuckte mich, als ich die Hand auf die Klinke des Gartentürchens legte. Ich zog die Hand zurück. Sie kribbelte. Zu gerne wollte ich in das Haus gehen, mich im Garten unter die verlockenden Buchenbäume legen und die Gedanken schweifen lassen. Kurz hatte ich mir eingebildet, eine blaue Taube im Geäst zu sehen, aber nach einem ungläubigen Blinzeln war der Anblick wiederum verändert. Die Hoffnung schob sich in mein Blickfeld, groß und stattlich, wie eh und je; und ohne Haare, weil sie sich selbiges stets zu raufen pflegt.
„Begehrst Du Einlass?“ fragte er. Er hatte gut reden, immerhin war er schon auf der anderen Seite des Zaunes. Ich nickte scheu. „So sei er Dir gestattet. Denn Dein Anblick hier vor unserem Tor gefällt mir. Aber, bedenke, Du wirst nur Eintritt zu einem Teil des gesamten Grundstückes und des Hauses bekommen. Wähle weise“. Er öffnete das Gartentor gerade weit genug, um mich einzulassen. Ohne zu zögern trat ich ein. Sachte schloss er die Tür hinter mir. Ich blickte mich derweil im Garten um.
Wie es weiter geht? Dem Link folgen... :)
Die Autorin:
Erziehlte bereits große Preise mit ihren Werken: Marissa Conrady (Foto: Conrady)
Marissa Conrady wurde am 4. Juli 1985 als Einzelkind geboren. Schon zu Schulzeiten veröffentlichte sie in der Schülerzeitung ihre Texte. Diese, sowie die Abiturzeitung  2006 wurden von ihr redaktionell betreut. Nach dem Ablegen des Abiturs am Gymnasium im Heimatort Wald-Michelbach (Hessen), fiel die Wahl des Studienganges nicht schwer: Germanistik, Anglistik sollten es sein – an der Universität Mannheim, als Bachelor-Studiengang; aufbauend darauf den Master Literatur und Medien.
Schon in der Grundschule war ihr Berufswunsch Autorin.  Neben zwei Gedichten, die 2007 in Anthologien erschienen sind, veröffentlicht sie regelmäßig Berichte in der Lokalzeitung. Das liegt nicht nur daran, dass Conrady dort freie Mitarbeiterin ist – sie kann das Schreiben einfach nicht lassen. Schon ihr Großvater war Schriftsteller.
Unter anderem wurden ihr Kurzgeschichten „Sehnsucht trifft Erinnerung 1“ und „Der Fahrstuhl“ in einer anderen Anthologie veröffentlicht. Ihr Debütroman „Der letzte Amerikaner“ (2010) wurde mit der Web Walpurga ausgezeichnet und auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt. 2011 erschien „Adam kam nie mehr mit dem Abend“, 2012 „Mannheim, jenen Abend“ im Selbstverlag bei epubli.de.


Hier geht's zum Artikel.

Danke an meine Kollegin und Freundin Eva-Maria Obermann!

Sonntag, 26. August 2012

Endspurt...

Liebe Leser, wenngleich fast chancenlos habt ihr auch in diesem Wettbewerb wunderbar Stimmen abgegeben für meinen dritten Roman "Mannheim, jenen Abend" und mich. Geht da zum Endspurt noch was? Hier geht's zur Abstimmung...  
Der blaue Abstimmen-Button muss gedrückt werden. Jeder kann einmal eine Stimme abgeben.. Falls schon gedrückt, gerne noch weitersagen! Die Abstimmung kann nur mittels eines Facebook-Accounts vollzogen werden. Wer keinen besitzt würde mir eine große Freude machen, wenn er es wenigstens weiter sagt.
Die Top-List hat einen Vorsprung von gut 500/600 Stimmen - aber Dabeisein ist doch alles, oder?
Mich interessiert an dieser Stelle, wie Ihnen der Roman (und auch die anderen) gefallen haben. Ich freue mich enorm über Feedback!
Besuchen Sie mich doch auch bei Facebook - dort gibt es immer aktuellste Informationen. Gerade vor kurzem hat sich dort wieder Einiges getan. Vielleicht gibt es Fragen, die Sie schon immer beantwortet haben wollten? Dann lohnt sich ein Blick in die Notiz-Sektion. :) Außerdem finden Sie dort noch einmal alle Details zum "neuen Buchpreis". 
Herzliche Grüße, 

Dienstag, 14. August 2012

Immer wieder...

Immer wieder habe ich das Vergnügen, bei meiner Freundin Rezensionen veröffentlichen zu dürfen. Ich habe das Glück, dass sie mir Vertrauen schenkt und mir wunderbare Bücher ausleiht. Der Germanist hat's schwer, denn es gibt zu viele Bücher, zu wenig Lebenszeit und noch weniger Geld all diese Bücher zu bezahlen. Umso dankbarer bin ich für meine Freunidn Bibliophilin, die mich mit Lesestoff versorgt. Liebe Dorota, Du weißt Bescheid... :) Dieses Mal habe ich "Unendlichkeiten" von John Banville gelesen.

Solange es wenigstens den Göttern dämmert…


Was wäre, wenn die Götter sich zu den Sterblichen gesellen und über ihr Erlebtes ein Buch schrieben – eine Götter-Biographie sozusagen? Genau das hat John Banville in seinem Roman „Unendlichkeiten“ gemacht. Um die Familie des sterbenden alten Adam, seinen Sohn, der ebenfalls Adam heißt, erzählt er aus der Sicht eines Göttersohnes. Es geht – und das ist das Erstaunliche (oder eben auch das Banale) – wie bei den Menschen um das Eine: Liebe, Sex, das Leben und das Sterben. Lediglich vor dem Hintergrund, dass die Götter weder sterblich, noch zur Liebe fähig sind. Das Leid der Götter mischt sich mit dem Menschlichen. Für meinen Geschmack vernachlässigt Banville das dann aber zu schnell wieder. Er verlangt viel Wissen von seinen Lesern und detailfixiertes Lesen. Er selbst aber verliert sich in ausschmückenden Details. Enttäuscht hat mich vor allem das Ende des Romans, das ich als zu kitschig empfunden habe – und als doch verhältnismäßig unpassend. Banville reißt in dem dicken Roman zu viele Geschichten seiner Protagonisten an. Sobald der Leser sich auf eine Geschichte eingestellt hat, wird sie ausgeblendet und von einer anderen überlagert. Meistens zusätzlich kommentiert von Hermes, dem Erzähler – wobei auch die Erzählerfigur nicht immer eindeutig ist.
Es ist schwer, den Roman wieder zu geben. Es ist aber noch schwerer zu sagen, dies sei ein schlechter Roman. Aber so recht aufrichtig will ich auch nicht sagen, dass es ein guter Roman ist. Lesenswert ist er. Wenngleich auch besser nur in Etappen. Warum kann ich nicht genau sagen. Vielleicht ist es das Göttliche, das Banville in den Roman gepackt hat. Diese Bürde lastet irgendwie auf der Erzählung, die im Grunde auch auf weniger Seiten abzuhandeln wäre. Dennoch kann man sich dem Charme eben dieser nicht erklären – wahrscheinlich haben doch die Götter ihre Finger im Spiel! :-)
* * *
Meine FreundinDorota fügt meiner Rezension Folgendes hinzu: "Marissas Worte zum Buch fassen gut zusammen, was auch ich beim Lesen empfunden habe. Dennoch möchte ich dem noch ein paar Worte hinzufügen. “Unendlichkeiten” ist mein erster Roman von John Banville, den ich gelesen habe. Der Autor hat mich mit seinem flüssigen Schreibstil begeistert und mit seinem Humor um den kleinen Finger gewickelt. Ich habe es genossen, mir das Geschehen von Hermes, dem Götterboten, erzählen zu lassen. Vor allem den Einstieg in die Geschichte habe ich als sehr gelungen empfunden.
Es gibt bereits viele Bücher, die von Liebe und Sterben, von Familie und Tod, von den menschlichen Unzulänglichkeiten erzählen. Was “Unendlichkeiten” jedoch besonders und lesenswert macht, ist die Erzählperspektive, die bewirkt, dass ich das Werk aus der Masse hervorheben möchte.
“Unendlichkeiten” ist zwar mein erstes, wird aber definitiv nicht mein letztes Buch von John Banville bleiben".
***

Im Übrigen gilt noch immer: Abstimmen, dass die Fetzen fliegen! "Mannheim, jenen Abend" und ichsind dabei beim neuen Buchpreis 2012. Abstimmen geht hier: http://www.epubli.de/shop/buch/Mannheim-jenen-Abend-Marissa-Conrady-9783844216653/13552. Abstimmen und weitersagen!!

Freitag, 10. August 2012

Bibliophilin und ein weiteres Anliegen...

Fast unnötig zu erwähnen, aber ich durfte mal wieder bei meiner Freundin Bibliophilin als Rezensentin zu Gast sein. Dieses Mal habe ich "K" gelesen und meine Eindrücke geschildert.

Konstruierte, konzentrationsfordernde Kurzlektüre

„K“ von Tom McCarthy wird als Roman bezeichnet. Im Jahr 1898 wird Serge mit der sogenannten „Kappe“, der Glückskappe auf dem Kopf (seine Fruchtblase) geboren, was als äußerst glücksbringend angesehen wird. Daraufhin wartet der Leser gespannt auf dieses besonders glückliche Geschick. Dennoch enttäuscht McCarthy genau dabei. Besonders vom Glück geküsst sind weder die konstruierten K-Anspielungen, die außerdem in der deutsche Übersetzung gelitten haben, noch der Protagonist.
 
„K“ ist die Geschichte von Serge, dem als Kind die ältere Schwester stirbt (Achtung! Inzestanspielungen!), dessen Vater ein Anhänger der technischen Revolution ist, die Mutter ist nur umrahmendes Beiwerk. K steht für Kindheit und Krieg, Kommunikationstechniken und Konfusion. Die nämlich verspürt der Leser. Man merkt, dass McCarthy dem Roman zu gerne Literarität mitgegeben hätte. Statt sie ihm sanft zu vermitteln, hat er sie ihm mit dem Holzhammer eingeprügelt. Ein wenig erinnert die Geschichte an die Wander- bzw. Lehrjahre, die einst Goethe seinem Wilhelm Meister aufbürdete, dazu kommt ein Kapitel nach Thomas Manns „Zauberberg“, gemischt mit dem Aufstieg des industriellen Zeitalters – und dennoch ist es kein Viktorianischer Bildungsroman, wie behauptet wird. Ergänzt wird das Ganze mit Verweisen zu Naturwissenschaftlichem und Historischem; da müsste man als Leser schon bewandert sein, alles zu erkennen. Noch dazu gibt es detaillierte Landschaftsbeschreibungen und Ähnliches.

Es lässt sich fast sagen, McCarthy versucht hier von allem ein wenig einzubauen und begeht damit den Fehler im Grunde gar nichts zu erzählen; am ehesten noch eine belanglose Geschichte eines Individuums. Keinesfalls aber erzählt er die Geschichte eines besonders vom Glück gezeichneten. Leider. Dennoch, wer über die hohen Erwartungen über Bord wirft und sich von der Fremdwortliebe des Autors nicht abschrecken lässt, der wird mit kurzweiliger Sommerlektüre unterhalten.

Meine liebe Freundin, danke, dass ich immer wieder zu Gast sein darf. Das muss ich immer wieder betonen!



Außerdem am Herzen lieg mit die Abstimmung für den neuen Buchpreis 2012. Ich bin mit "Mannheim, jenen Abend" dabei und wir brauchen dringend noch Stimmen und Werbung. Bitte folgt dem Link und klickt dort auf den blauen Abstimmen-Button. Es ist leider notwendig, ein facebook-Konto zu besitzen und die App auszuführen.
DANKE!

Montag, 30. Juli 2012

Der neue Buchpreis 2012

Liebe Leser,
min dritter Roman Mannheim, jenen Abend brauchen dringend Unterstützung.

In diesem Jahr gibt es wieder einen Buchpreis-Wettbewerb bei epubli.Mein neuer Roman "Mannheim, jenen Abend" und ich sind mit dabei.
Wir brauchen jede Stimme, die wir bekommen können. Denn auch in diesem Jahr verläuft die Abstimmunnur mittels facebook. Leider sind viele meiner Leser nicht auf facebook registriert, sodass mir einige Stimmen verloren gehen. Wieder andere sind nur schwer zum Abstimmen zu bewegen.
Dabei ist die Abstimmung ganz einfach: Dem Link folgen, die App ausführen (es werden lediglich Daten abgeglichen, damit nicht geschummelt wird [nach Ablauf des ttbwerbs kann die App gelöscht werden]), dann auf der Seite des Romans auf de blauen "Abstimmen"-Button drücken und warten, dass die Stimme gezählt wurde.
Ich brauche alle Unterstützung, die ich bekommen kann. Daher stimmt bitte ab - und sagt's auch weiter.
Tausend Dank!


Besucht mich auf Facebook - ich freue mich über nette Kommentare und viele Likes: http://www.facebook.com/pages/Marissa-Conrady/154763577877910

Herzliche Grüße.
Marissa Conrady

Samstag, 7. Juli 2012

Bei Bibliophilin zu Gast

Wieder einmal darf ich zu Gast sein bei meiner lieben Freundin Dorota! Danke, wie immer, für alles!

Zum „Drüberlesen“ bestens geeignet

Zugegeben: Die Zum „Drüberlesen“ bestens geeignetAhnentafel, die der Autor Martin von Arndt seinem Roman „Oktoberplatz“ beigibt, ist für die nicht-russische Leserschaft auch nicht gerade hilfreich. Dennoch ist dem Autor ein lesenswerter Roman gelungen, hätte ich beinahe gesagt. Über das Wort „lesenswert“ muss ich aber gerade noch einmal nachdenken. Denn, was habe ich da eigentlich gelesen? Zunächst war ich skeptisch, als ich auf dem Buchrücken die Schlagworte „Weißrussland“, „oppositionelle Politiker“ und „Diktatur Europas“ las. Ich muss dazu sagen, dass ich politisch sowohl verhältnismäßig ungebildet und daher auch weitgehend desinteressiert bin. Aber auf dem Buchcover fand ich auch die Worte „Mord“, „Inzest“, „Träume“ und „Liebe“.

Ich habe daher beim Lesen die politischen Aspekte so gut es ging ausgeblendet – und das funktioniert ziemlich gut, denn der Autor tritt nicht schulmeisterhaft auf, sondern vermittelt politische Bildung subtil. Danke dafür, lieber Herr von Arndt. Und dafür, dass ich den Roman nicht gleich nach seinem Cover – in diesem Fall seinem Buchrücken – beurteilt und zur Seite gelegt habe. Sie hatten mich sogleich, als Sie ihrem Protagonisten Wasil den Drang zuschrieben, seine Tante Alezja loswerden zu wollen.
Dennoch habe ich, trotz großer Anstrengungen, den Roman nicht als vollwertigen Roman gelesen. Es war mehr ein Blättern, ein Drüberlesen, ein einfaches Lesen – denn, ich war nicht gepackt. Das, was mich auf dem Cover so fasziniert hatte, waren mehr oder weniger reißerische Ankündigungen im Vergleich zu dem, was ich darüber dann tatsächlich gelesen habe. Ich bedauere das, denn die Geschichte wäre perfekt, um Leser zu fesseln und gleichzeitig ohne erhobenen Zeigefinger politisches Wissen zu vermitteln. Ich kann daher weder sagen: „Lest den Roman unbedingt, weil…“ – ich kann aber auch nicht davon abraten.